Dürre in Afrika - USA fordern von Somalia-Miliz Zugang für Hilfen

Die Aktivitäten der Miliz hätten die Lage in dem Land am Horn von Afrika „viel schlimmer gemacht“, sagte der US-Staatssekretär für Afrika.

Washington – Angesichts der Hungersnot im dürregeplagten Somalia hat die USA die islamistische Shebab-Miliz aufgefordert, Hilfsorganisationen in denen von ihr kontrollierten Gebieten ungehindert arbeiten zu lassen. Die Aktivitäten der Miliz hätten die Lage in dem Land am Horn von Afrika „viel schlimmer gemacht“, sagte der Staatssekretär für Afrika im US-Außenministerium, Johnnie Carson, am Dienstag in Washington. Vor zwei Jahren hatten die Rebellen alle ausländischen Hilfsorganisationen aus dem zentralen und südlichen Teil Somalias verbannt - mit der Begründung, sie würden für den Westen spionieren.

Die Shebab-Miliz hatte wegen der Hungersnot kürzlich verkündet, ausländische Hilfen wieder zulassen zu wollen. Carson sagte nun, die USA würden genau überprüfen, ob die Rebellen wirklich etwas ändern würden oder ob sie lediglich einen Teil der Hilfslieferungen für sich einbehalten wollten. In Somalia, aber auch in Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Uganda hungern wegen einer anhaltenden Dürre mehrere Millionen Menschen. Die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat für kommenden Montag ein Krisentreffen einberufen. (APA/AFP)


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