Bitteres 1:2 im heißen Derby! Erste Saison-Niederlage für den FC Wacker

Der FC Wacker musste sich am Freitagabend nach einem emotionalen Schlagabtausch in Lustenau knapp geschlagen geben.

  • Artikel
  • Diskussion (11)
Zu früh gefreut: Die 1:0-Führung in Lustenau wurde im Wacker-Lager noch frenetisch gefeiert.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Lustenau – In einem emotionalen Westderby bezog der FC Wacker am Freitagabend die erste Saison-Niederlage, und die Lustenauer übernahmen mit dem 2:1-Heimsieg wieder die Tabellenführung. Ohne vier Stammspieler mussten die Schwarzgrünen beginnen. Flo Jamnig war gesperrt, Darijo Grujcic (Knieprobleme), Fabio Viteritti (Knie verdreht) und Lukas Fridrikas (Leistenbeschwerden) blieben zu Hause, dafür konnten bei Lustenau Abwehrchef Mathias Maak und Torjäger Haris Tabakovic wieder auflaufen. Dennoch war für FCW-Coach Daniel Bierofka vor dem Anpfiff klar, „dass wir ungeschlagen bleiben und drei Punkte holen wollen“.

Die Stimmung im Planet-Pure-Stadion war gewaltig. Das übertrug sich auf die Spieler, die sich einen leidenschaftlichen Schlagabtausch lieferten. Nach 14 Minuten zog Stefan Hager gegen Tabakovic die „Notbremse“ und sah Rot. Bierofka musste reagieren, holte Okan Aydin vom Feld und platzierte Stefan Pribanovic in die Viererkette. Der Unterzahl zum Trotz ging der FC Wacker in Führung. Eine Flanke des starken Soares verwertete Raphael Galle (32.) eiskalt. Lange währte die Freude nicht, denn zwei Minuten später jubelten die Lustenauer. Tobias Berger durfte unbedrängt flanken und im Zentrum traf Tabakovic zum 1:1-Pausenstand.

Unmittelbar nach dem Wechsel zirkelte Muhammed-Cham einen Freistoß ins rechte Kreuzeck (48.). In Rückstand und einen Mann weniger – jetzt sprach alles gegen die Innsbrucker. Doch nachlassen oder aufgeben war keine Option. Im Gegenteil – die Tiroler drängten auf den Ausgleich, mit dem Risiko in Konter zu laufen. Der Schlager war nichts für schwache Nerven. Marco Holz (73.) vergab die Riesenchance auf den Ausgleich. Als dann Maak mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine musste, warfen die Gäste alles nach vorne, doch es blieb bei der bitteren 1:2-Niederlage.


Kommentieren


Schlagworte