Klangspuren am Weerberg: „Plötzlich entstehen ganz neue Klänge“

Am Weerberg entdecken Kinder und Jugendliche mit Klangspuren neue Musikwelten und komponieren Konzert.

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Eine Woche lang tauchen die 43 Jungmusiker am Weerberg in neue Klangwelten ein. Die Freude aufs morgige Abschlusskonzert ist groß.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Weerberg – Es ist nur ein ganz kurzer Moment. Ein Moment der absoluten Konzentration, der Vorfreude, der Stille. Und dann legen die jungen Virtuosen los. Lautstark hallt es durch den Saal. Während die einen ihre Leidenschaft durch die verschiedenen Instrumente zum Ausdruck bringen, genießen die anderen die Musik. Saugen sie auf. Spinnen im Kopf die Melodie schon weiter.

Insgesamt 43 Nachwuchsmusiker zwischen acht und 18 Jahren sind Teil der Musizier- und Komponierwerkstatt der Klangspuren Lautstark. Zum ersten Mal treffen sich die jungen Talente nicht in Imsterberg, sondern in Weerberg. „In den Schulräumen ist jede Menge Platz zum Experimentieren. So können sie ihr musikalisches Vorstellungsvermögen in alle Richtungen erweitern und neue Klangwelten erforschen“, sagt Klangspuren-GF Maria Salchner.

Es wird musiziert, komponiert, Neues ausprobiert. Die Kinder und Jugendlichen haben alle bereits musikalische Erfahrung, aber die Klangspuren bieten ihnen etwas, das sie sonst nirgends haben. „Wir sind alle aus demselben Grund hier und da schämt man sich auch nicht loszuspielen oder zu singen, man traut sich viel mehr“, sagt Julia. Die 18-Jährige spielt Saxophon sowie Klavier und hat die Instrumente in dieser Woche auf eine ganz neue Art kennen gelernt. „So kreativ wie hier kann man nicht überall sein“, findet auch Noel. Der 14-jährige Innsbrucker ist begeistert von der Komponierwerkstatt. Er hat sich getraut und beim Klavierspielen mit Glas, Papier und Klopfbewegungen Neues geschaffen. „Es ist so cool, wie plötzlich neue Klänge entstehen“, sagt er.

Das ist es, was Klangspuren Lautstark ausmacht. Das Leuchten der Kinderaugen, das gemeinsame Musizieren, selbst in den Pausen bleibt es nicht ruhig. Die jungen Talente sind voll in ihrem Element. „Nach ein, zwei Tagen ist es, als würde die Sonne aufgehen, die Musik berührt die Kinder“, sagt Klaus Niederstätter. Mit Cathy Milliken und acht weiteren Dozenten ist er jedes Mal aufs Neue überrascht darüber, was die jungen Musiker kreieren. „Wir erleben ständig Wow-Effekte, sehen, wie die Ideen sprudeln und sich entfalten“, erzählt Milliken.


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