TVB Tiroler Zugspitz Arena: „Winter-Lockdown übersteh’n wir nicht“

Vielen Hotels fehlt das Personal. Ein neuer Lockdown würde der Branche schweren Schaden zufügen.

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In der Gastronomie in Österreich gilt die 3-G-Regel: Zutritt nur getestet, geimpft oder genesen.
© APA/Georg Hochmuth

Von Simone Tschol

Ehrwald – Nach fast sieben Monaten im Lockdown wurde die Eröffnung der Gastronomie und Hotellerie im Mai herbeigesehnt. Speziell die Öffnung der Grenzen zwischen Österreich und Deutschland ließ die Touristiker hierzulande hoffen, brachte eine neue Perspektive. Sie waren gerüstet, Hygiene- und Sicherheitskonzepte wurden ausgearbeitet, um dem Gast einen möglichst sicheren Aufenthalt zu gewährleisten.

Doch der Enthusiasmus musste in einigen Hotels der Ernüchterung Platz machen. In vielen Bereichen fehlt es an Personal, ein Vollbetrieb ist nicht möglich – trotz sehr guter Buchungslage. „Während der Lockdowns nahmen viele potenzielle Mitarbeiter an Umschulungsmaßnahmen teil und kehrten der Branche dann endgültig den Rücken. Es ist für unsere Hotel- und Gastrobetriebe sehr schwer, genug Personal zu finden. Viele können nicht im Vollbetrieb arbeiten, da schlicht und einfach nicht genug Mitarbeiter vorhanden sind“, weiß Petra Fraune, Geschäftsführerin beim Tourismusverband Tiroler Zugspitz Arena.

Beim Ausblick auf den bevorstehenden Winter gibt es für Fraune nur einen Weg – die Betriebe müssten geöffnet bleiben. „Noch einen Lockdown übersteht die Tourismusbranche nicht. Und das meine ich nicht aus wirtschaftlicher Sicht. Das wäre sicher zu stemmen. Aber wenn noch ein Lockdown kommt, dann finden die Betriebe überhaupt keine Mitarbeiter mehr“, ist Fraune felsenfest überzeugt.

Seit der Wiedereröffnung gilt in Österreich flächendeckend für alle Gäste in Restaurants und Hotels die 3-G-Regel: Zutritt nur getestet, geimpft oder genesen.

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„Das funktioniert sehr gut und es gibt ja auch Staaten – wie Italien –, die diesbezüglich jetzt auch im August nachgezogen haben“, sagt Fraune und fügt hinzu: „Es wäre daher wünschenswert, dass es hier eine europaweit einheitliche Regelung im Tourismus gibt. Denn in Tirol gilt das, in Bayern jenes und in Baden-Württemberg schon wieder ganz etwas anderes. Für den Gast ist es manchmal nicht möglich, bei all den unterschiedlichen Verordnungen den Überblick zu behalten. Es wäre für alle einfacher, wenn überall die gleichen Bestimmungen gelten würden.“


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