Discovery Sport im Test: Traditionell und innovativ zugleich

Geländegängigkeit, Langstreckentauglichkeit, riesiges Ladeabteil – das sind die bekannten Stärken des Discovery Sport, nun garniert mit einem fortschrittlichen Plug-in-Hybridsystem.

  • Artikel
  • Diskussion
Knapp 4,6 Meter lang, bestückt mit einem Dreizylinder-Turbobenzinmotor und einem E-Aggregat: der Discovery Sport P300e.
© Höscheler

Von Markus Höscheler

Innsbruck – Angetreten ist er eigentlich als Nachfolger des Freelander – dem traute Land Rover nicht mehr so ganz die großen Stückzahlen zu, deshalb musste der Discovery Sport ran. Dieser war von Anfang an größer ausgelegt als der kompaktere Freelander, zudem sollte er vom Image des größeren Discovery profitieren. Dieser hat sich eine riesige Fangemeinde erworben, dank seiner Kombination aus großem Platzangebot und reichlich Offroadtalenten. Hier setzt der Discovery Sport an, bringt auf 4,6 Metern Länge recht viel unter. Bis zu 1,8 Kubikmeter beträgt das Stauvolumen, zudem kann er als Fünf- oder Siebensitzer konfiguriert werden. Feierte Land Rover im ersten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends rechts groß die Einführung einer Start-Stopp-Automatik im Freelander (II), so sind die Engländer beim Discovery Sport ein paar Schritte weiter. Jüngster Coup ist die Installation eines Plug-in-Hybridsystems, bestehend aus einem Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,5 Litern Hubraum und einem Elektromotor. Hinzu kommt ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 15 Kilowattstunden, was eine rein elektrische Reichweite von mehr als 50 Kilometern in Aussicht stellt. Diesem Wert kamen wir beim TT-Test während ausgedehnter Fahrten im Innsbrucker Ballungsgebiet recht nahe. Für die Langstrecke jedoch muss der emsige Dreizylinder bemüht werden, was sich auf Autobahnen schließlich bezahlt macht. Im Test benötigte der Discovery Sport als P300e schließlich 8,1 Liter Treibstoff je 100 Kilometer. Nicht gerade wenig, dennoch beachtlich angesichts eines Fahrzeugs mit einem Eigengewicht von annähernd 2,2 Tonnen. Und nicht zu vergessen: Auch im Gelände kann er dank verschiedener Terrain-Response-Einstellungen recht viel bewirken.

Innovationen leistet sich Land Rover nicht nur beim Antriebssystem, sondern auch beim Instrumentarium: Volldigitale Anzeigen leuchten hinter dem Lenkrad, dazu kommt ein wertiger, horizontal ausgerichteter Touchscreen mit vielfältigen Infotainmentfunktionen. Gegenüber früheren Systemen hat die Qualität der angebotenen Technik gewonnen, für die Einarbeitung braucht es dennoch Zeit. Die Klangqualität des Soundsystems und die gestochen scharfe Darstellung auf dem Bildschirm verdienen gleichwohl höchsten Respekt.

Ebendiesen erhöht der Discovery Sport auch mit seiner Fahrwerksabstimmung. Obwohl er recht rasant unterwegs sein kann – nur 6,6 Sekunden vergehen, bis er Tempo 100 km/h erreicht hat –, besteht der Schwerpunkt auf Fahrkomfort. Den können die Insassen vorne wie hinten ausreichend genießen, zumal auch die Kopf- und Beinfreiheit großzügig bemessen sind. Was sich ebenfalls positiv auswirkt, ist die hochwertige Innenausstattung (SE), die sich etwa in der Lederbestuhlung zeigt. Auch die Klimaautomatik gibt während der Langstrecke ihr Bestes, die Sitze können verschieden eingestellt werden. Was unterm Strich nicht ganz billig ist: Der P300e kostet nicht weniger als 61.844 Euro.

Die Technik

Motor: Dreizylinder-Benziner, E-Motor

Hubraum: 1497 ccm

Drehmoment: 540 Nm

Leistung: 227 kW/309 PS

L/B/H: 4597/2069/1727 mm

Gewicht: 2168/2750 kg

Kofferraumvolumen: 602 – 1794 l

Tankinhalt: 57 l

Höchstgeschwindigkeit: 209 km/h

0 – 100 km/h: 6,6 Sekunden

Verbrauch: 8,1 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 61.844 Euro

CO2-Emission: 46 g/km

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte