Plus

Alkohol am Rad: Unterschätzte Gefahr, aber Kritik an Strafhöhe

Die Anzahl der Radfahrer, die alkoholisiert verunglücken, hat sich innerhalb von zehn Jahren in Tirol beinahe verdoppelt. Dabei sind die Strafen bei Trunkenheit sehr hoch.

  • Artikel
  • Diskussion
Wer Alkohol getrunken hat, sollte sein Fahrrad stehen lassen oder nach Hause schieben.
© iStock

Innsbruck – Bei 0,5 Promille ist das Risiko, einen Unfall zu verursachen, doppelt so hoch, bei 0,8 ‰ spricht das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) schon von einem fünfmal so hohen Wert. Es ist das gesetzlich erlaubte Alkohollimit für Radfahrer. Wer 0,8 oder mehr Promille Alkohol im Blut hat, muss mit hohen Strafen rechnen. Das wissen leider nur wenige, sagt Florian Schneider, Teamleiter im Bereich Verkehrssicherheit beim Kuratorium, der darüber hinaus von einer „deutlich unterschätzten Gefahr“ spricht. Im Jahr 2010 waren 3,16 Prozent aller verunglückten Radfahrer in Tirol alkoholisiert (19 von 602). Zehn Jahre später waren es bereits 5,78 Prozent (77 von 1333).


Kommentieren


Schlagworte