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Amtstierarzt zu Unfall mit Wolf auf A12: „Tier war männlich und sehr jung“

Ein junger Wolf wurde gestern Früh auf der Autobahn bei Pettnau von einem Fahrzeug erfasst und getötet. In Tirol ist das heuer bereits der zweite Vorfall dieser Art.

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Aufgrund seiner schweren Verletzungen verendete das Tier noch an der Unfallstelle.
© LPD Tirol

Von Benedikt Mair

Pettnau, Innsbruck – Wie aus dem Nichts tauchte er auf und lief in den frühen Morgenstunden von den angrenzenden Feldern kommend auf die Inntalautobahn. Ein 21-Jähriger sah ihn zu spät, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Kurz vor fünf Uhr wurde gestern bei Pettnau ein junger männlicher Wolf von einem Fahrzeug erfasst und getötet. Um welches Individuum es sich handelt und woher es stammt, sollen am Sonntag eingeleitete Untersuchungen zeigen. Der am Unfall beteiligte Wagen wurde laut Polizei erheblich beschädigt.

„Er hatte runde, buschige Ohren, seine Schwanzspitze war schwarz und er wies die für Wölfe typischen Zehenverbindungen auf“, sagte Amtstierarzt Josef Öttl, der den Kadaver gestern als Erster fachlich begutachtet hat. Deshalb könne mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich auch wirklich um einen Beutegreifer handelt – und nicht etwa um einen Hund.


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