Mysteriöser Tod von Familie in den USA hinterlässt Ermittler ratlos

Ein Mann, seine Frau, das gemeinsame Kind und der Hund der Familie wurden tot auf einem Wanderweg in Kalifornien entdeckt. Auch eine Woche nach dem mysteriösen Fund ist völlig unklar, wie die Familie zu Tode kam.

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Zu den mysteriösen Todesfällen kam es im Sierra National Forest in Kalifornien.
© FREDERIC J. BROWN

Los Angeles – Keine Hinweise auf einen Angriff oder einen Unfall: Der mysteriöse Tod einer Familie und ihres Hundes beim Wandern in Kalifornien stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Auch eine Woche nach dem Fund ihrer Leichen auf einem Wanderweg in Kalifornien sei völlig unklar, wie John Gerrish, seine Frau Ellen Chung, ihre Tochter Miju und ihr Hund ums Leben gekommen sein könnten, sagte Sheriff Jeremy Briese am Montag.

„Es gibt keine Einschusslöcher, keine Bisswunden und keine Medikamentenflasche, nicht einen Hinweis. Es ist ein großes Rätsel“, sagte Briese dem San Francisco Chronicle. Auch eine Autopsie der Leichen lieferte demnach keine Anhaltspunkte.

Laut San Francisco Chronicle waren der 45-jährige Familienvater, seine 31-jährige Frau und ihre einjährige Tochter sowie der Familienhund vor etwa einer Woche tot auf einem Wanderweg im Sierra National Forest unweit des Yosemite Nationalparks aufgefunden worden. Zuletzt lebend gesehen worden war die Familie am 15. August.

John Gerrish saß demnach neben seinem Kind und dem Hund, während die Leiche der Mutter weiter oben auf einem Hügel entdeckt wurde. Die Familie war in einem abgelegenen Gebiet mit dem gruseligen Namen „Teufelsschlucht“ (Devil‘s Gulch) unterwegs.

Briese hielt es für unwahrscheinlich, dass die Familie bei den derzeit hohen Temperaturen in Kalifornien von über 40 Grad verdurstet sei. Sie habe Wasser bei sich gehabt, erklärte er.

Mögliche Vergiftung wird untersucht

Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, ob die Opfer an einer Vergiftung starben - entweder durch Kohlenmonoxid, das aus einem stillgelegten Bergwerksschacht austrat, oder durch Giftstoffe, die von sogenannten Blaualgen in nahegelegenen Bächen freigesetzt wurden.

Vor etwa einem Monat hatten die Wasserschutzbehörden in der Region wegen der auch „Blaualgen“ genannten Cyanobakterien vor dem Schwimmen im Merced River gewarnt. Diese toxischen Bakterien verbreiten sich bei Hitze in Gewässern besonders gut; Hunde sind bereits gestorben, nachdem sie mit „Baualgen“ verseuchtes Wasser getrunken hatten, bei Menschen können sie allergische Reaktionen oder Magenprobleme auslösen. Die Opfer werden nun toxikologisch untersucht, die Ergebnisse werden allerdings erst in einigen Wochen erwartet. (APA/AFP)


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