Für Tiroler DTM-Pilot Lucas Auer muss weniger mehr werden

Ein Podest, 50 Punkte, Gesamtrang acht – es läuft etwas durchwachsen für Lucas Auer in der heurigen DTM-Saison.

  • Artikel
  • Diskussion
Daumen hoch – es soll bald wieder bergauf gehen: Lucas Auer.
© imago

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Ein Podest, 50 Punkte, Gesamtrang acht – es läuft etwas durchwachsen für Lucas Auer in der heurigen DTM-Saison. Nach Platz elf und sechs am Nürburgring am vergangenen Wochenende sprach der Kufsteiner vor seinem Heimauftritt in der Steiermark (4./5. September) Klartext: „Wir hatten am Sonntag Glück mit dem Safety Car. Dann hatten wir null Komma null Pace.“

Wer das Glas als halbvoll bezeichnet, der wird anmerken, dass 13 andere Piloten hinter Auer liegen. Wer aber die Ansprüche des Mercedes-Fahrers kennt, der weiß, wie sehr ihn das wurmt. Auer will um Siege und Podiumsplätze kämpfen und sich nicht mit Top-Ten-Ergebnissen zufriedengeben. Dementsprechend sagte der Unterländer unmittelbar nach den beiden DTM-Rennen am Wochenende: „Wir müssen jetzt schnell alles umdrehen und analysieren, woran es liegt, dass wir keine Pace haben.“

Auer fehlt der Befreiungsschlag

Weniger muss bei Auer mehr werden. Ihm fehlt heuer noch der Befreiungsschlag, den beispielsweise Alex Albon am vergangenen Wochenende geschafft hat. Dem Thailänder mit britischem Pass, der im Vorjahr noch im Red-Bull-Formel-1-Cockpit saß, ging im achten Saisonrennen der Knopf auf. Der 25-Jährige pilotierte seinen Ferrari erstmals auf Rang eins: „Die Umstellung auf das Fahren mit den Tourenwagen hat etwas Zeit gebraucht“, analysierte Albon mit einem breiten Lächeln.

Weniger zu lachen gab es nach dem Nürburgring-Wochenende bei so manch anderem. Am Sonntag schieden neun von 23 Fahrern aus, sieben wegen Unfällen. Ein Spektakel für die Zuschauer, ein Unding für die Herren an der Boxenmauer, wenn es nach Abt-Sportdirektor Thomas Biermaier geht: „Die DTM sollte kein Autoscooter werden.“ Eines der Unfall-Opfer, der 37-jährige Mike Rockenfeller, polterte: „Das Niveau sinkt immer mehr. Nach dem Re-Start scheppert es fast überall.“ Hier soll(te) das (zu)viel weniger werden.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte