Schulpsychologin Brigitte Thöny: Schul-Alltag soll für Stabilität sorgen

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Brigitte Thöny, Leiterin Abteilung Schulpsychologie
© Bildungsdirektion

Mit einem Vier-Punkte-Plan soll die Schule im Normalbetrieb starten. Schulpsychologin Brigitte Thöny von der Bildungsdirektion Tirol gibt Tipps, wie das am besten gelingt.

1️⃣ Wie kommen Kinder nach den Ferien wieder in den Alltags-Rhythmus? Die Umstellung ist nie ganz einfach. Es ist bestimmt sinnvoll, wenn Kinder und Jugendliche 14 Tage vor Schulbeginn früher schlafen gehen und morgens früher aufstehen. Regelmäßige Essenszeiten und Einschränkung der Zeit, die am Smartphone oder PC verbracht wird, sind ebenfalls empfehlenswert.

2️⃣ Müssen die Kinder nun erst wieder lernen, „ruhig“ zu sitzen? Das wird sicher eine Umstellung für alle, ist aber kein Grund, das zu trainieren. Wenn die Kinder in die Schule kommen, dann werden sie in der Gemeinschaft wieder lernen, am Platz zu bleiben und die Regeln einzuhalten.

3️⃣ Wie wichtig ist die Normalität für die Psyche der Kinder? Ein normaler Alltag an der Schule sorgt für gewisse Sicherheit und Stabilität.

4️⃣ Wie sollten die letzten freien Tage gestaltet werden? Es ist sicher gut, wenn man die Zeit noch für feine Unternehmungen nützt. Spätestens zwei Wochen vor Schulbeginn ist es sinnvoll, sich wieder mit den Schulunterlagen zu beschäftigen. So kann überprüft werden, wo man noch Erklärungen bräuchte.

Das Interview führte Manuel Lutz


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