Missglücktes Fotoshooting in Gehege: Leopard griff Frau an, Ermittlungen laufen

Bei einem Fotoshooting mit einer Raubkatze kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall: Der Leopard greift eine Frau an. Er lebt in Sachsen-Anhalt in einer Seniorenresidenz für Showtiere. Die Ermittlungen laufen.

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Halle/Nebra – Nach einem Angriff eines Leoparden auf eine Frau bei einem Fotoshooting in Sachsen-Anhalt laufen die Ermittlungen zu den Umständen. Das teilten Sprecher der Polizei und des Burgenlandkreises am Mittwoch mit. Die 36-Jährige aus Thüringen wurde von dem Wildtier in einem Gehege schwer am Kopf verletzt. Die Frau kam in ein Krankenhaus.

Nähere Angaben zum Gesundheitszustand der Frau wurden unter Hinweis auf den Patienten- und Datenschutz nicht gemacht. Es werde gegen die Verantwortlichen für das Wildtier wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Halle. Wer das Fotoshooting veranstaltet hat, ob noch weitere Menschen dabei waren, blieb zunächst unklar.

Nach Angaben der Polizei befand sich die 36-Jährige am Dienstagnachmittag für Fotoaufnahmen in dem Gehege des Leoparden. Aus bisher ungeklärter Ursache habe das Wildtier die Frau angegriffen. Zu dem Vorfall kam es nach Angaben eines Polizeisprechers in Nebra in einer sogenannten Seniorenresidenz für Showtiere. Nach ersten Angaben soll es sich um eine private Anlage handeln. Die Verantwortliche für die Haltung des Leoparden auf dem Gelände war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Laut Medienberichten befinden sich auf dem hofartigen Gelände einer Tiertrainerin in der Kleinstadt mehrere Tiere, darunter auch der Leopard. Auf der Internetseite der sogenannten Seniorenresidenz wird darauf verwiesen, dass Tiere dort nach ihrem Arbeitsleben im Showgeschäft untergebracht sind. Die Tiere im Ruhestand seien für Fotoaufnahmen gebucht worden.

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Bereits am Dienstagabend hatte der Burgenlandkreis mitgeteilt, dass bei einem „Zwischenfall“ mit einem Leoparden eine Person verletzt worden sei. Über den genauen Hergang und die Schwere der Verletzungen hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen vorgelegen. Ein Sprecher des Landkreises erklärte am Mittwoch, die Behörde ermittle, was sich am Ort zugetragen habe und welche Maßnahmen eingeleitet wurden. Für nähere Angaben sei es noch zu früh. (dpa)


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