Kühle und nasse Tage in Tirol: August endet mit „Trauerspiel"

Weniger als 20 Grad und jede Menge Regen – ab Donnerstag kommen dank Tief Nick verfrühte Herbstgefühle auf. Bis Anfang nächster Woche ist keine Besserung in Sicht.

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Abendstimmung in Innsbruck: In den kommenden Tagen hat es die Sonne hierzulande schwer.
© Alexander Falkner

Innsbruck – Der meteorologische Sommer endet in Tirol mit einem regelrechten „Trauerspiel", prognostiziert Werner Troger von den Meteo Experts. Am Donnerstag nähert sich Tief Nick und beschert uns ein alles andere als sommerliches Wochenende. Bis Anfang nächster Woche dominieren Wolken, Regenschauer und „Temperaturen deutlich unter dem Jahreszeitenmittel". Sogar das Stichwort Schnee fällt bereits. Hoffnung auf schönere Tage gibt es dann wieder zum Start in den September.

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Nach der Zwischenbesserung am Mittwoch beginnt auch der Donnerstag noch freundlich. Dann folgt allerdings von Norden her ein „ordentlicher Dämpfer", so Troger. In den Nachmittagsstunden setzt besonders im Unterland schon mancherorts Regen ein, am Abend wird es verbreitet nass. Die Temperaturen kommen nicht mehr über 20 Grad hinaus. Schuld daran ist ein Tiefdruckgebiet namens Nick, das näherrückt. „Es zieht von der Ostsee in Richtung Polen und bleibt dort hängen", erklärt der Experte.

Große Regenmengen und Schnee bis auf 2000 Meter

Auch in Tirol bleiben darum feuchte Luft und herbstliches Wetter über mehrere Tage hinweg hängen. „Immer wieder kommt von Norden her Regen auf. Während es im Inntal zwischendurch mal auflockert und es trockene Phasen gibt, hören die Schauer in gewissen anderen Regionen kaum auf", meint Troger. Konkret nennt er Nordstaulagen wie etwa in Kössen oder Fieberbrunn.

So kommen große Regenmengen zusammen: 100 Liter pro Quadratmeter gehen sich laut dem Meteorologen locker aus. Im Gebirge erinnern die letzten Augusttage gar schon an den Frühwinter, die Schneefallgrenze fällt etwa in der Arlberg-Gegend vorübergehend auf bis zu 2000 Meter. Eine Jacke kann aber auch im Tal nicht schaden: 17 Grad sind am Wochenende das höchste der Gefühle.

Bessere Aussichten im Süden, Hoffnung ab nächster Woche

Generell gilt derzeit: Je südlicher, desto besser. Die besten Bedingungen haben Süd- und Osttirol, hier gehen sich dank Föhn ein paar Grad und trockene Stunden mehr aus. Auch die Flucht an den Gardasee verspricht freundlichere – wenn auch nicht ungetrübte – Aussichten.

Apropos Aussichten: War's das jetzt schon mit dem Sommer? „Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe große Hoffnung, dass uns noch eine spätsommerliche Phase bevorsteht", so Werner Troger. Aufwärts dürfte es nach derzeitigem Stand auf jeden Fall wieder ab Mitte nächster Woche gehen – wenn der September das Zepter übernimmt. (TT.com/klh)

🌡️ Bilanz der Sommertage

Als Sommertage definieren Meteorologen einen Tag mit mindestens 25 Grad. Davon dürfte der August nun keine mehr bereithalten. Der Bilanz des Wetterdienstes Ubimet zufolge fiel der Sommer 2021 in Tirol ziemlich durchschnittlich aus: Bei der Uni Innsbruck wurden 53 Sommertage gemessen – im langjährigen Mittel (1991 – 2020) waren es 54.

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