Umbau des Innsbrucker Stadtmarketings: Kritik an Willi

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Innsbruck – An dem Abgang des langjährigen Innsbrucker Stadtmarketingleiters Bernhard Vettorazzi ist in den Augen der FPÖ der Bürgermeister schuld. Georg Willi habe ihn „abmontiert“, sagt Vizebürgermeister Markus Lassenberger. Dabei habe Willi „augenscheinlich Schützenhilfe vom TVB erhalten, denn ohne den Tourismusverband hat ja die Stadt als Gesellschafter nicht die Mehrheit in der Gesellschafterversammlung“, so Lassenberger.

Wie berichtet, gab die Stadt Innsbruck am Montag bekannt, dass das Dienstverhältnis mit Vettorazzi einvernehmlich zum Jahresende aufgelöst wird. Lassenberger geht davon aus, dass dieser lediglich dazu gedient habe, um „grüne Günstlinge unterzubringen. Der Bürgermeister verursacht mehr Probleme, als er löst“, sagt der FPÖ-Vizebürgermeister. Auch SPÖ und ÖVP haben kritisiert, dass Vettorazzi im Rahmen der Neustrukturierung des Stadtmarketings dieses verlässt. Gestern wurde zudem bekannt, dass es eine weitere Mitarbeiterin ihm gleichtut und sich beruflich ebenfalls neu orientieren wird.

BM Willi verweist darauf, dass die Auflösung des Vertrags einvernehmlich erfolgt ist und von der Generalversammlung einstimmig beschlossen wurde. Am Stadtmarketing hält die Stadt 49 Prozent der Anteile, die restlichen liegen bei TVB, WK und Zentrumsverein. Die Stelle wird nun ausgeschrieben, der Bewerbungsprozess von einer externen Personalagentur betreut. Für Willi ist die Transparenz damit gegeben. Er würde sich zudem freuen, wenn der Posten von einer kompetenten Frau bekleidet wird. Die Stadt strebt grundsätzlich an, den Frauenanteil zu erhöhen. (TT)


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