Zum Jubiläum trifft in St. Anton breite Kulturszene ein

Zahlreiche Künstler mit Migrationshintergrund stellen sich diese Woche bei den 30. Arlberger Kulturtagen vor.

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Umranden 2,1 x 4 m großes Gemälde: Minu Ghedina, Ina Hsu, Yaku, Ype Limburg, Peppi Spiss und Jessie Pitt (von l. u. nach r. u.).
© Lisa Krabichler

St. Anton am Arlberg – „Wir verzichten heuer im Motto des Symposions auf einen thematischen Bezug zu St. Anton“, erläutert der St. Antoner Künstler und Kulturtage-Präsident Peppi Spiss zu den 30. Arlberger Kulturtagen (AKT), die er zu Beginn der 1990er-Jahre ins Leben gerufen hat. „Wir halten den Blick auf die Welt und auch auf die Kunst gerade jetzt weit, frei und offen.“

Internationalität sei von jeher ein Anspruch des Symposions bei den Kulturtagen. „Wir freuen uns, dass wir heuer speziell Künstler mit Migrationshintergrund zu Gast haben dürfen“, sagte Kuratorin Lisa Krabichler am Mittwoch. Die Kunstschaffenden leben in Österreich, haben aber ihre Wurzeln in anderen Ländern: Minu Ghedina (Iran), Ina Hsu (China), Ype Limburg (Holland), Jessie Pitt (Australien), Sheida Samyi (Iran) und Sebastián Toledo Salinas/Yaku (Peru). „Sie alle bringen einen breiten kulturellen Hintergrund mit und präsentieren internationale Atmosphäre über ihre Persönlichkeit“, so die Kuratorin.

Die Künstler sind diese Woche – mit Spiss und Krabichler – beim „künstlerischen Miteinander“ im Veranstaltungszentrum Arlberg-WellCom im Einsatz. Dort entstehen Arbeiten in den Genres Malerei, Grafik, Installation, Video sowie Fotografie (camera obscura). Das Thema „We Feel Art, Inside-Out“ lässt breite Spielräume zu. Die Ergebnisse des Symposions sind bei der Vernissage am Samstag, 28. August, ab 19 Uhr, in der Galerie Artbox im Sporthotel (St. Anton, Dorfstraße 48) zu sehen. Es gelten die aktuellen Covid-19-Sicherheitsregeln.

Als sensationeller Erfolg erwies sich im Rahmen der Kulturtage voriges Wochenende die Theaterproduktion des Einmannstücks „Dreck“ von Robert Schneider. Erstmals seit Jahren stand Peppi Spiss wieder auf der Bühne.

Unerwartet großen Andrang gab es beim Kulturtage-Workshop für Hobbymaler, wie Krabichler zusammenfasste. Unter dem Motto „Von außen betrachtet“ waren 19 Teilnehmer mit dabei. Eine Auswahl ihrer Arbeiten sind bis Oktober in der Raiffeisenbank zu sehen.

Weitere Infos: www.arlberger-kulturtage.net (TT, hwe)


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