„Die Macht der Kränkung“: Acht Vorgeschichten einer Wahnsinnstat

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Opfer oder Täterin? Julia Koschitz in „Die Macht der Kränkung“.
© ORF

Innsbruck, Wien – Der Frust baut sich immer mehr auf: Stück für Stück führen unachtsam dahingesagte Worte, scheinbar beiläufige Taten, aber auch bewusst gesetzte Ungerechtigkeiten dazu, dass Fäuste geballt und Zähne zusammengebissen werden – bis der Ausbruch folgt. In der neuen ORF-Dramaserie „Die Macht der Kränkung“, inspiriert vom gleichnamigen Buch des Psychiaters Reinhard Haller, sind sich höchst unterschiedliche Menschen in Zorn und Wut sehr nahe.

In insgesamt sechs Teilen zeichnet „Die Macht der Kränkung“ – eine Koproduktion des ORF mit ZDFneo – die Vorgeschichte eines Amoklaufs in einem Wiener Einkaufszentrum nach. Die ersten beiden Folgen werden am Sonntag, 29. August, ab 20.15 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt. In jeder Episode steht das Schicksal und die Kränkung einer Figur im Fokus, die mehr und mehr in einen Ausnahmezustand gerät und so zum Täter oder zur Täterin werden könnte. Von Security-Mann Georg (Murathan Muslu) zum Beispiel, der seiner Frau und sich ein besseres Leben verspricht – und an den eigenen Unzulänglichkeiten scheitert. Oder der Versicherungsagentin Mira (Julia Koschitz), deren Karriereambitionen von männlichen Kollegen torpediert werden.

Inszeniert wurde die prominent besetzte Serie – in weiteren Rollen sind Johanna Wokalek, Antje Traue und Paul Wollin zu erleben – von Umut Dag, der zuletzt u. a. auch beim Südtiroler Landkrimi auf dem Regiestuhl saß. Die Folgen drei und vier von „Die Macht der Kränkung“ sind am Freitag, 3. September, auf ORF 2 zu sehen. Nach der finalen Doppelfolge am Sonntag, 5. September, läuft um 22.10 Uhr ein „Thema Spezial“, bei dem die gefährliche Macht von Kränkungen diskutiert wird. (TT)


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