Kraftwerk Kniepass: Wenn Fische Lift fahren lernen

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Ein zusätzliches drittes Wehrfeld muss (rechts im Bild) erst aus dem Fels gesprengt werden.
© Mittermayr

Pflach, Pinswang, Reutte – Das Kraftwerk Kniepass der Elektrizitätswerke Reutte am Lech wird derzeit generalsaniert. Die Bauzeit beträgt fünf Jahre. Im Fokus bis 2025 stehen ökologische, technische und energiewirtschaftliche Verbesserungen der Anlage. Im Rahmen des ersten Bauabschnittes investierten die Elektrizitätswerke Reutte auch in die Errichtung einer Fischliftschleuse. In Kombination mit der bereits voll funktionsfähigen Fischwanderanlage beim Kraftwerk Höfen ist bald die Fischdurchgängigkeit der betriebseigenen Anlagen im Lech von der Staatsgrenze bis zum Ursprung gewährleistet. Wegen der enormen Höhe kam eine Standardfischwanderhilfe nicht in Frage. Eine Art „Personen“-Lift transportiert die Fische nun zehn Meter in die Höhe.

Einen wesentlichen Teil der Maßnahmen bildet die Konzentration auf die Hochwassersicherheit der Kraftwerksanlage. Dafür wird ein zusätzliches drittes Wehrfeld errichtet, dessen Kubatur erst aus dem Fels gesprengt werden muss. Dieses Wehrfeld soll geöffnet werden können, sollte einmal eines der beiden bestehenden nicht aufgebracht werden und sich Hochwasser nach Pflach zurückstauen. Gestern erfolgte der Spatenstich dazu, an dem bauausführende Firmen und EWR-Mitarbeiter mit Vorstand Michael Hold an der Spitze teilnahmen. (hm)

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