ÖEHV bei Olympia-Quali: Ein Außenseiter mit Ambitionen

Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Bratislava warten mit der Slowakei und Belarus harte Brocken auf Österreichs Herren-Eishockey-Nationalteam.

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ÖEHV-Jungstar Marco Rossi (M.) und seinen Mitstreitern stellen sich auf dem Weg zu Olympia namhafte Gegner in den Weg.
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Bratislava – Mit dem Spiel gleich gegen den Turnierfavoriten beginnt für Österreichs Eishockey-Nationalteam heute der Kampf um das Olympia-Ticket. Beim Qualifikationsturnier in Bratislava trifft die ÖEHV-Auswahl auf Gastgeber Slowakei (19.15 Uhr). Morgen (15.15) wartet mit Belarus bereits der zweite sehr starke Gegner, zum Abschluss am Sonntag (13.30/live ORF Sport+) geht es gegen Außenseiter Polen. Nur der Turniersieger ist im Februar bei den Olympischen Spielen in Peking dabei.

Österreichs Eishockeyteam war seit Salt Lake City 2002 nur einmal (Sotschi 2014, 10. Platz) beim Olympia-Turnier dabei. In Bratislava werden vor allem in den zwei Anfangspartien sehr starke Leistungen nötig sein, um sich den Olympia-Traum endlich wieder zu erfüllen. „Wir haben ein Konzept, wie wir die Slowakei schlagen wollen. Wir müssen kämpferisch einen exzellenten Auftritt haben und wollen mit einem sehr starken Kollektiv das Glück auf unsere Seite ziehen“, gab Teamchef Roger Bader die Marschroute vor.

Die Mannschaft um Kapitän Thomas Raffl, Jungstar Marco Rossi und den Tiroler Mario Huber holte sich am Wochenende in Wien mit zwei Siegen gegen Ungarn (7:5) und Italien (4:1) noch einmal Selbstvertrauen und brennt auf Olympia. „Wir müssen immer daran glauben, dass in einem Spiel immer alles möglich ist. Das Ziel ist, dass wir gewinnen. Wenn wir das schaffen, ist das sicher eine große Ehre“, meinte der 19-jährige Rossi. Der NHL-Youngster, der lange mit den Nachwehen einer Corona-Erkrankung gekämpft hatte, erzielte gegen Italien seinen Premierentreffer im Team.

Bader spürt die „Motivation und Entschlossenheit“ in der Mannschaft, betont aber auch die Außenseiterrolle. Bei den Slowaken fehlen zwar einige Stars, sie sind für Bader dennoch „vom Spielermaterial her der große Favorit. Um sie zu schlagen, muss man einen sehr guten Tag haben.“

Gleich am nächsten Tag folgt das zweite Schlüsselspiel. Belarus war 14 Jahre lang A-Nation, ehe 2018 der Abstieg kam. In Bratislava wird eine eingespielte weißrussische Mannschaft erwartet. 20 Spieler der Weißrussen spielen in der russischen KHL, für viele die zweitstärkste Liga der Welt.

Polen ist der Außenseiter in der Gruppe, liegt in der Weltrangliste mit Rang 22 allerdings nur vier Plätze hinter Österreich. (a.m., APA)

🏒 Olympia-Qualifikationsturnier in Bratislava (SVK):

Spielplan:

  • Donnerstag (26.8.): Belarus – Polen (15.15 Uhr), Österreich – Slowakei (19.15).
  • Freitag (27.8.): Belarus – Österreich (15.15), Slowakei – Polen (19.15).
  • Sonntag (29.8.): Österreich – Polen (13.30), Slowakei – Belarus (17.30).

Modus: Jeder gegen jeden, der Sieger fährt zu Olympia.


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