Neue Bänke im Reuttener Untermarkt erweisen sich als völlig ungeeignet

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Gut gemeint und schlecht getroffen: Die neuen Sitzbänke im Reuttener Untermarkt sind mangelhaft. Gerbsäure tritt aus.
© Tschol

Reutte – Die Arbeiten für die Gestaltung der neuen Begegnungszone im Reuttener Untermarkt schritten in den letzten Wochen weiter zügig voran. „Die Pflasterung ist so weit abgeschlossen. Natürlich sind noch kleinere Restarbeiten zu erledigen, aber wir liegen voll im Zeitplan“, bestätigt Bürgermeister Günter Salchner.

Die insgesamt 9500 Quadratmeter große Fläche wurde mit Schremser Granit in drei Grauschattierungen gepflastert. Von vielen wird der derzeit wegen der Arbeiten noch komplett für den Verkehr gesperrte Abschnitt bereits als Flaniermeile genutzt, und auch auf den Terrassen der Cafés herrscht wieder reges Treiben. Für Verwunderung sorgen hingegen die erst vor knapp einer Woche aufgestellten neuen Sitzgelegenheiten. 25 von ihnen sind nämlich alles andere als ein Hingucker. Aus dem darin eingearbeiteten Eichenholz tritt Gerbsäure aus. Dieser Effekt dürfte durch den Regen der vergangenen Tage verstärkt worden sein, sodass die Gerbsäure bis tief in die neue Pflasterung großflächig unschöne, rostähnliche Spuren hinterlässt. „Wir hatten das Problem schon am Siegfried-Singer-Platz zwischen Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft“, weiß der Gemeindechef, fügt aber hinzu: „Dort wurde der Mangel behoben und auch im Untermarkt wird das der Fall sein. Die Bänke muss die Firma austauschen, die sie geliefert hat.“ Bis zur offiziellen Eröffnung am 9. Oktober soll alles fertig sein. Bis dahin soll dann auch die neue Beleuchtung installiert sein, deren Lieferung und Montage mit Anfang Oktober erwartet wird.

Viel Kritik musste die Gemeindeführung auch in Sachen Baumfällungen einstecken. Einige der Kastanien mussten für die neue Begegnungszone weichen. Salchner: „Der Untermarkt ist nicht baumfrei. Es wurden drei neue Bäume gepflanzt. Aber das ist eine Wissenschaft für sich. Werden sie zu groß, verdecken sie die schönen Bürgerhäuser, wird das Wurzelwerk zu üppig, werden die dort verlegten Leitungen zerstört.“ Es seien jetzt zwar weniger Bäume, „aber innerörtliches Grün ist wichtig“. (fasi)


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