Schmankerln aus der Region Landeck überzeugten beim Genussabend

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Brot, Wurst, Speck, Salat: Alle Zutaten auf dem Teller des Genussabends in der Wirtschaftskammer Landeck kommen aus dem Bezirk.
© Wenzel

Landeck – Kann sich das angeblich karge Oberland von Eigenprodukten ernähren wie anno dazumal? Viel mehr als Brennsuppe, Kartoffeln oder eine traditionelle Brettljause mit Speck, Käse, Roggenbrot und einem Stamperl „Selbstgebrannten“ waren nicht zu bekommen, heißt es von der älteren Generation.

Der am Mittwoch bestens besuchte Genussabend der Wirtschaftskammer – Motto „So schmeckt Landeck“ – zeigte ein ganz anderes Bild: Das reichhaltige Buffet war zu 100 Prozent mit Produkten aus dem Bezirk bestückt. Was die „Herkunftsregion Land-eck“ so alles an regionalen Köstlichkeiten zu bieten hat, verrieten mehr als ein Dutzend Produzenten in Interviews mit Bezirksstellenleiter Otmar Ladner. Aufgefallen ist, dass immer öfter die jüngere Generation „Rohstoffe der Region“ entdeckt und zu Markenprodukten veredelt.

Etwa Simon Nothdurfter aus Stanz: Seine Palette reicht von Apfelmost und Likören über Butter, Käse, Tomaten bis zu Zwetschkenprodukten wie „Stanzer Zwetschken Chutney“, das bereits das Gütesiegel „Qualität Tirol“ tragen darf. Ebenfalls die jüngere Generation vertritt Roman Hänseler – er kam der Liebe wegen von der Schweiz nach Greit bei Pfunds. Dort hat er auf 1400 m Seehöhe die „Bio-Bergbrauerei“ aufgebaut. Was hat ihn motiviert? – „Ich habe gesehen, dass es in der Umgebung keine lokale Bierkultur gibt“, so Hänseler. Sein Team stehe „für ehrliches, handgebrautes Bier aus besten Zutaten, etwa mit Bergquellwasser aus Greit“.

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Die Fahne für die Bäcker-Zunft hielt die Serfauser Bäckerei Althaler hoch. „Wir verwenden alte Rezepte und produzieren mit modernster Technologie“, schilderte Verkaufsleiterin Britta Bohr. Mit Fleischspezialitäten präsent war die Metzgerei Dietmar Wilhelm aus Prutz.

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Sein Geschäftsfeld erweitert hat der Landecker Handelsbetrieb Kofler mit dem Anbau von Wildkräutern und Salaten. „Was wir am Nachmittag pflücken, wird am nächsten Tag zum Kunden geliefert“, sagte Geschäftsführer Martin Kofler.

Neben dem bäuerlichen Produzenten Armin Kofler aus Prutz, stellte sich die Dorfsennerei Knoll aus See vor. Die Winzer waren zudem mit Franz Sprenger aus Pians und Adi Spiss aus Pfunds präsent. (hwe)


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