Viel Bewegung bei der Mobilität: VCÖ-Mobilitätspreis ging heuer ins Zillertal

Der VCÖ-Mobilitätspreis ging heuer an das Projekt Holz auf Schiene aus dem Zillertal.

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Ehrung für die Sieger (v. l.): Michael Schwendinger (VCÖ), Helmut Schreiner (Zillertalbahn), Pascal Gasteiger (Bike Tirol), Roland Zankl (PV Stubai,), LHStv. Ingrid Felipe und Rene Zumtobel (ÖBB).
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Es bewegt sich was. Die Mobilität ist im Wandel. Doch das, was mancherorts als eine Art Aufbruch gesehen wird, war im öffentlichen Nahverkehr in der Corona-Krise vor allem auch ein Einbruch. Ein Einbruch der Fahrgastzahlen. Die liegen bei den ÖBB in Tirol bei 75 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Bundesbahn, VVT und das Land halten dagegen – und bauten zuletzt den ohnehin schon engen Takt noch einmal aus. „Um dem Klimawandel entgegenzutreten, brauchen wir ein Umdenken im Transport und in der Mobilität – nicht nur global, sondern wir müssen auch regional unsere Hausaufgaben machen“, sagte LHStv. Ingrid Felipe (Grüne).

Unter dem Titel „Aufbruch in der Mobilität“ wurde gestern – wie jedes Jahr – der VCÖ-Mobilitätspreis verliehen. Der ging heuer ins Zillertal. Binderholz und die Zillertaler Verkehrsbetriebe verlagern hier jährlich 200.000 Tonnen Güter von der Straße auf die Schiene. „Die Mobilität und der Gütertransport der Zukunft müssen klimaverträglicher, gesünder, energieeffizienter und platzsparender sein. Die Projekte, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol auszeichnen, tragen schon heute dazu bei, Mobilität und Gütertransport zukunftsfit zu machen“, sagte Michael Schwendinger vom Verkehrsclub (VCÖ).

ÖBB-Regionalmanager Rene Zumtobel war naturgemäß voll des Lobes für die Projekte: „Die Siegerprojekte des VCÖ-Mobilitätspreises beweisen, dass es sehr viele innovative Konzepte und engagierte Menschen für die Verkehrswende gibt.“

Im Zillertal werden etwa durch das Siegerprojekt 20.000 Lkw-Fahrten und das Verbrennen von 68.000 Litern Diesel vermieden. Die größte Herausforderung war die Verladung des Holzes von der Normal- auf die Schmalspur der Zillertalbahn. Durch einen neuen Güterterminal und technologische Innovationen des steirischen Unternehmens Innofreight ist eine rasche Umladung möglich.

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Noch zwei weitere Projekte in Tirol wurden gestern übrigens ausgezeichnet. Dies war einerseits der Planungsverband Stubaital 21, in dem die fünf Gemeinden Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes zusammenarbeiten. Und andererseits gab es auch für Bike Tirol (eine Kooperation von ÖBB, VVT, Communalp und TirolWerbung) die Auszeichung als „vorbildliches Projekt“. (mw)


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