Plus

TT-Analyse: Die Gräben zwischen Europa und Russland werden tiefer

  • Artikel
  • Diskussion
Christian Jentsch

Analyse

Von Christian Jentsch

Die dunklen Wolken, die über den Beziehungen der EU mit Russland liegen, wollen sich nicht verziehen. Ganz im Gegenteil. Und das Nervenkostüm auf beiden Seiten ist offensichtlich dünn. Eine Entspannung ist jedenfalls nicht in Sicht. Das wird auch beim Konflikt in der Ukraine klar, sowohl hinsichtlich der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine als auch hinsichtlich der Krim-Krise. Die Regierung in Kiew hob mit der „Krim-Plattform“ ein neues Gesprächsformat aus der Taufe und lud zur Eröffnungskonferenz vergangenen Montag zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Außenminister ein. Das Ziel: die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland vor über sieben Jahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Schließlich richten sich die Augen der Weltöffentlichkeit längst nicht mehr hauptsächlich auf den Konflikt in der Ukraine – angesichts einer Tragödie in Afghanistan, welche die liberale westliche Weltordnung gewaltig ins Wanken bringt und die Predigten von der Verteidigung westlicher Werte zu leeren Phrasen verkommen lässt.


Kommentieren


Schlagworte