Chance auf Medaille: Tiroler Gardos im Tischtennis-Viertelfinale

Der 46-Jährige hat so weiter die Chance auf seine zweite Paralympics-Medaille nach Bronze 2016. Marzinke stellte im 500-m-Zeitfahren mit 45,455 Sekunden sogar österreichischen Rekord auf.

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Krisztian Gardos will nach Rio-Bronze 2016 nachlegen.
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Tokio – Tischtennisspieler Krisztian Gardos steht bei den Paralympics in Tokio im Viertelfinale. Der Tiroler besiegte Freitagfrüh (MESZ) in seinem letzten Gruppenspiel der MS10-Klasse den Brasilianer Carlos Carbinatti 3:1 (-6,9,5,9). Am Mittwoch hatte er gegen den Südafrikaner Theo Cogill 3:0 gewonnen, tags darauf war er Mateo Boheas 1:3 unterlegen. Der Franzose gewann den Pool vor Gardos. Der 46-Jährige hat so weiter die Chance auf seine zweite Paralympics-Medaille nach Bronze 2016.

Gardos verlor den ersten Satz gegen Carbinatti nach nervösem Beginn, bekam die Partie dann aber in den Griff. Der an einer Hüftarthrose leidende ÖPC-Athlet saß nach seinem Erfolg lange in der Spielerbox und atmete am Ende auf: "Es war eine echt schwere Arbeit. Aber jetzt folgt die nächste Stufe. Ich muss mich enorm steigern, denn es geht gegen einen der anderen drei Gruppensieger", sagte Gardos. Die Viertelfinali gegen den Montenegriner Filip Radovic finden am Samstag ab 3.20 Uhr MESZ statt.

Marzinke nun von Bahn- zu Straßenrennen

Ihren zweiten paralympischen Renneinsatz auf der Bahn hatte Radfahrerin Yvonne Marzinke. Auch im 500-m-Zeitfahren glänzte die 45-Jährige mit Bestzeit und stellt mit 45,455 Sekunden im Velodrom von Izu sogar österreichischen Rekord auf, wobei sie die Bestmarke von Anita Ruetz unterbot. Gold ging an die Australierin Amanda Reid, die mit 38.487 Weltrekord in der Klasse C2 fuhr. Für die Heeressportlerin Marzinke ging es noch am Freitagabend nach Fuji, wo rund um die Formel 1-Strecke die Entscheidungen auf der Straße und im Zeitfahren fallen.

Geierspichler im 400 m-Finale

Gut zeigte sich auch Rollstuhlfahrer Thomas Geierspichler. Der neunfache Paralympics-Medaillengewinner wurde bei großer Hitze über die Stadionrunde in seinem Lauf zwar nur Fünfter und Letzter, qualifizierte sich dank der Zeit aber als Achter für das später am Freitag gefahrene Achter-Finale. "Es war brutal heiß, gefühlt 100 Grad auf der Bahn", berichtete Geierspichler. "Die 400 Meter sind nicht meine Paradedisziplin, aber trotzdem wollte ich ins Finale."

Wegen der großen Hitze in Tokio wurden am Freitag auch Rollstuhltennis-Spiele bei den Paralympics abgesagt. Gespielt wurde zunächst nur auf dem Centercourt mit geschlossenem Dach. Für Österreichs Männer setzte es im Einzelbewerb zunächst durchwegs klare Niederlagen. Sowohl Martin Legner als auch Nico Langmann und Josef Riegler gelang dabei kein Satzgewinn. (APA)


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