Mitterwallner Weltmeisterin, Stigger Zweite: Mona wird zur Goldmarie

Nach EM-Gold legte Tirols Mountainbikerin Mona Mitterwallner souverän mit dem WM-Titel im U23-Rennen nach. Laura Stigger bejubelte Silber.

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Die Silzerin Mona Mitterwallner (M.) bejubelte den WM-Triumph vor Laura Stigger (l.) und Caroline Bohe (DAN).
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Von Roman Stelzl

Val di Sole – Eine Mountainbike-WM in Norditalien ist anders als eine in Australien oder Kanada, ja fast wie eine vor der Haustür – und das wollte sich in der Familie von Mona Mitterwallner gestern kaum einer entgehen lassen. Mama, Papa, die beiden Omas, Onkel, Tante – sie alle waren dabei, als die 19-jährige Silzerin im U23-Rennen von Val di Sole die Arme in die Höhe reißt.

Es war geschafft. Die Krönung einer Saison, die abgesehen vom fehlenden Olympia-Startplatz nicht besser hätte laufen können. Das erste U23-Jahr mit erst 19 Jahren brachte vier Weltcupsiege in vier Rennen, vor zwei Wochen EM-Gold und nun gestern den Triumph bei der WM. Es ist Mitterwallners bisher größter Erfolg – und beeindruckend war die Art und Weise, wie ihr das gelungen war. Mit einem Vorsprung von satten 2:04 Minuten ließ Mitterwallner die Haiminger Olympia-Starterin Laura Stigger hinter sich. „Diese Saison ist für mich unglaublich. Ich habe hart dafür hingearbeitet.“ Und auch Mama Angelika war angesichts des Erfolgs sehr gerührt: „Wir sind sehr, sehr stolz, da ist Mona was ganz Tolles gelungen.“

Mitterwallner und Stigger, die bei Großereignissen aufgrund ihres Alters im U23-Bereich starten müssen, hatten gleich zu Beginn das Rennen dominiert, die spätere Siegerin setzte sich in Runde zwei von Stigger ab. Die 20-jährige Team-Specialized-Athletin war dennoch zufrieden. „Meine Saison war bisher etwas holprig. Deshalb glänzt die Silbermedaille für mich heute wie Gold“, sagte die WM-Zweite der U-23-Wertung von 2019. Die Tiroler Mario Bair (23./U23), Lisi Osl (41.) und Charly Markt (32.) waren Österreichs beste ihrer Klassen.


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