Im ÖFB-Mittelfeld klafft vor dem Dreierpack in der WM-Quali ein Loch

Diverse Verletzungen sorgen dafür, dass ÖFB-Teamchef Franco Foda seine Elf in der WM-Qualifikation umbauen muss. Schon heute geht es nach Chisinau, wo man am Mittwoch auf Moldawien trifft.

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Für Xaver Schlager ist die Saison nach einer schweren Knieverletzung mehr oder weniger gelaufen.
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Von Tobias Waidhofer

Wien – Kein Xaver Schlager, kein Julian Baumgartlinger (Knieprobleme) und auch kein Neo-Bayern-Star Marcel Sabitzer (Adduktorenprobleme, es gibt aber Hoffnung für das Schottland-Heimspiel). Im zentralen ÖFB-Mittelfeld klafft vor dem WM-Qualfikations-Triple gegen die Republik Moldau (Mittwoch, 20.45 Uhr), Israel (Samstag) und Schottland (7. September) ein Loch. Vor allem im Wissen, dass Alternativen wie Konrad Laimer (aktuell nur Joker in Leipzig), Florian Grillitsch (noch kein Saisoneinsatz für Hoffenheim, es gibt weiter Wechselgerüchte) oder auch Stefan Ilsanker nicht unbedingt einen idealen Start in die neue Spielzeit erwischt haben.

Angesichts der zusätzlichen Ausfälle – zuvor hatten bereits Sasa Kalajdzic (Schulter) und Stefan Lainer (Knöchelbruch) absagen müssen – nominierte Nationaltrainer Franco Foda Jakob Jantscher (Sturm Graz) und Dejan Ljubicic (1. FC Köln) nach. Für Ljubicic ist es der erste Auftritt im A-Team.

Guter EURO-Auftritt nur noch eine Erinnerung

Und auf den Wolfsburger Xaver Schlager wartet wohl eine lange Pause. Sein Verein VfL Wolfsburg schrieb in einer Aussendung von einer „schwerwiegenden Knieverletzung, die operativ behoben werden“ müsse. Das bedeutet übersetzt Kreuzbandriss. Diese Diagnose war zuvor ja schon Marko Arnautovic beim ÖFB-Pressetermin herausgerutscht. „Jeder Spieler, der nicht dabei ist, tut weh“, betonte der Neo-Bologna-Legionär weiter. Bei seinem neuen Club fühlt sich der Wiener bereits pudelwohl: „Der Empfang der Fans war außergewöhnlich.“

Die jüngsten Erfolge bei der Fußball-Europameisterschaft hat der „Arnie“ allerdings längst in der Schublade der tollen Erinnerungen verstaut: „Das können wir vergessen. Es geht nur um die drei Spiele.“ Und tabellarisch steht Österreich nach dem wackeligen Auftakt ja ebenfalls bereits unter Zugzwang, auch wenn man den Joker des Nations-League-Gruppensiegs immer in der Hinterhand weiß. „Mich interessiert die Tabelle nicht. Mich interessieren nur die drei Spiele“, sagt Arnautovic, dem nur noch zwei Treffer auf die ewige Nummer drei der ÖFB-Torjägerliste (Johann Horvath) fehlen. Aber, richtig geraten, auch das interessiert den Wiener nicht. Er wolle nur, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Und das klingt doch schon einmal nach einer guten Voraussetzung ...


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