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Haselwanter-Schneider: „Sehe mich als Anwältin der Bürger“

Liste-Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider fühlt sich auf der Oppositionsbank wohl, könnte sich aber eine Regierungsfunktion vorstellen und wünscht sich eine Regierung ohne Tiroler Volkspartei.

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Andrea Haselwanter-Schneider will die Mandatszahl der Liste Fritz 2023 von zwei auf vier verdoppeln.
© Thoma Böhm/TT

Frau Haselwanter-Schneider, Sie sind mittlerweile die längstdienende Oppositionspolitikerin im Land (...)

Andrea Haselwanter-Schneider: (...) wirklich?

Ja, Sie sitzen seit 2008 im Landtag und immer auf der Oppositionsbank Wie geht es Ihnen damit?

Haselwanter-Schneider: Als gelernte Oppositionspolitikerin natürlich gut. Oft wird die Opposition herablassend beurteilt. Für mich ist sie jedoch ein Wert in einer Demokratie. Es braucht jemanden, der darauf schaut, was mit dem Steuergeld im Land passiert, den Mächtigen salopp gesagt auf die Finger klopft und politische Vorgänge kritisch hinterfragt. Insofern geht es mir gut auf der Oppositionsbank.

Wird sie nicht allmählich hart?

Haselwanter-Schneider: Zuletzt wurde ich öfters einmal zitiert, dass ich lieber regieren würde. Das stimmt so nicht. Was der ehemalige Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP), seine Nachfolgerin Annette Leja (VP), Sozialreferentin Gabriele Fischer (Grüne) oder ihre Vorgängerin Christine Bauer (Grüne) zustandebringen bzw. zustandegebracht haben, könnte ich in der Sozial- und Gesundheitspolitik jedoch politisch besser. Das will ich damit ausdrücken

Trotzdem: Wie hart ist die Oppositionsbank?

Haselwanter-Schneider: Wenn man die Kontroll-Funktion ernst nimmt, kommen da schon sehr viele Wochenstunden zusammen. Denn es gibt einiges zu kontrollieren. Hätte es beispielsweise uns als Liste Fritz nicht gegeben, wären die ganzen Missstände rund um die Corona-Tests nicht bekannt geworden. Den Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingsgesellschaft TSD hat ebenfalls die Liste Fritz vorangetrieben und wir haben uns in dieses Thema wirklich hineingekniet. Uns gehen die Themen nicht aus, weil Landeshauptmann Günther Platter (VP), seine Mitstreiter und der grüne Regierungspartner glauben, sie müssen mit niemandem reden.

Wo machen Sie das fest?


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