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Eigentum auf Zeit erreicht den städtischen Wohnbau

Um die Immobilienspekulation einzudämmen, will die IIG leistbares Eigentum im Baurecht vergeben. Langfristig würden Eigentumswohnungen so wieder an die Stadt zurückfallen. Für die NHT ist das keine Option.

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Innsbruck ist bereits dicht verbaut, Baugründe sind rar und dementsprechend teuer.
© Witting

Von Denise Daum

Innsbruck – Baurechtswohnungseigentum. Was hinter diesem Wortungetüm steckt, ist mindestens so kompliziert wie das Wort selbst. Es handelt sich dabei um Eigentum auf Zeit. Die Grundeigentümer vergeben ein Baurecht und stellen so ihren Besitz nur für eine gewisse Zeit für eine Bebauung zur Verfügung. Errichtet ein Bauträger darauf eine Wohnanlage, erwirbt der Käufer lediglich die Wohnung, nicht aber den Grund. Damit verringert sich der Kaufpreis. Für die Grundnutzung ist allerdings ein so genannter Baurechtszins zu bezahlen. Nach Ablauf des Baurechts, das je nach Vereinbarung für eine Dauer von bis zu 100 Jahren gewährt wird, fallen Grund und Immobilie an den Grundeigentümer zurück.

Diese nicht ganz unproblematische Praxis hat mittlerweile den privaten Wohnbau in Innsbruck erreicht – ein Resultat des außer Kontrolle geratenen Immobilienmarkts mit unleistbaren Preisen (die TT berichtete). Die SPÖ warnt eindringlich vor „Pseudoeigentum“ und lehnt das Baurechtswohnungseigentum für den privaten Markt ab.


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