RHI bringt es in Hochfilzen auf Schiene

Nach der Eröffnung des neuen Container-Terminals transportiert RHI Magnesita in Hochfilzen die Hälfte seiner Produkte mit der Bahn.

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Ministerin Leonore Gewessler, RHI-Magnesita-CEO Stefan Borgas, und LHStv. Ingrid Felipe (v. l.) beim neuen Container-Terminal.
© Mader

Von Michael Mader

Hochfilzen – Standesgemäß mit der Lok kamen Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe, RHI-Magnesita-CEO Stefan Borgas sowie Werksleiter Christoph Stock auf dem Werksgelände der RHI Magnesita in Hochfilzen an, um den neuen Bahn-Container-Terminal offiziell in Betrieb zu nehmen.

Laut dem Weltmarktführer für Feuerfestprodukte und -lösungen können dadurch 9000 Container pro Jahr auf die Schiene gebracht werden. „Wir ersparen den Menschen, die hier leben, 3000 Lkw-Fahrten pro Jahr, reduzieren den CO²-Ausstoß um 283 Tonnen und sparen Zeit, Geld und Nerven“, erklärt Borgas. Durch die Investition von 1,3 Millionen Euro würden nun schon mehr als 50 Prozent der Produkte aus Hochfilzen per Bahn zu den Kunden transportiert werden.

📽️ Video | Neue Bahnverladestation in Hochfilzen

Das freut natürlich auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die den Container-Terminal als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz titulierte.

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RHI Magnesita hat bereits rund 40 Millionen Euro in den Standort Hochfilzen investiert – die größte Investition, die das Unternehmen in den letzten 30 Jahren in Österreich getätigt hat. Damit wurde u. a. der „Simone“-Förderstollen finanziert, in dem rund 200.000 Tonnen Rohmaterial zum Werk und auf die Bahn in Hochfilzen transportiert werden, heißt es seitens des Unternehmens. Werksleiter Christoph Stock bezeichnet Hochfilzen als einen der weltweit wichtigsten Standorte von RHI Magnesita.

Borgas hat aber noch weitere große Pläne: Sobald der Gasanschluss aus Salzburg da ist, soll die Befeuerung mit Koks abgestellt werden. „In Zukunft wollen wir dann überhaupt mit Wasserstoff oder Sauerstoff befeuern. Dafür geben wir bis 2025 rund 50 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus.“


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