Rund 200 Klienten: Mobile St. Notburga Pflege nimmt Fahrt auf

200 Klienten, 2360 Essen auf Rädern und unzählige Stunden an Betreuung – die St. Notburga Pflege kommt gut an und wächst stetig.

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BM Dietmar Wallner und GF Johanna Rieser freuen sich über den Erfolg der St. Notburga Pflege.
© Zwicknagl

Jenbach – Aus zwei Sozialsprengeln des Inntals und des Achentals wurde Anfang des Jahres eine gemeinnützige GmbH namens St. Notburga Pflege. Nach einigen Monaten können die Verantwortlichen ein positives Resümee ziehen und zufrieden auf die Weiterentwicklung dieser mobile Pflege blicken.

Rund 200 Klienten werden derzeit von der St. Notburga Pflege betreut. Dabei werden bis zu 1800 Essen auf Rädern pro Monat in den Gemeinden Jenbach, Wiesing und Buch ausgeliefert, 560 sind es in den drei Achentaler Gemeinden Eben, Achenkirch und Steinberg. „Damit bieten wir mobile Pflege in einem Gebiet mit 18.000 Einwohnern an“, sagt GF Johanna Rieser. Zu bewältigen sei das alles nur mit etlichen freiwilligen Helfern und Zivildienern – es sei eine echte Herausforderung. Für sie gilt es, 28 Köpfe, die vorwiegend in Teilzeit beschäftigt sind, bestmöglich einzusetzen. Das geht von der Diplomkrankenschwester über Pflegeassistentinnen und der Heimhilfe hin bis zur Haushaltshilfe.

Dass die Tagesbetreuung im September wieder voll hochgefahren werden kann, ist ihr großer Wunsch. Insgesamt stehen dafür zehn Plätze zur Verfügung, davon zwei im Achental. Im Inntal ist das Jenbacher Sozialzentrum die Anlaufstelle, wo die Tagesbetreuung am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag angeboten wird und so zur Entlastung der Angehörigen beiträgt.

„Früher gab es im Achental keine Tagesbetreuung“, sagt BM Dietmar Wallner, der sich über die Kooperation von Inntal und Achental freut. Ein wenig stolz zeigt er sich über den ersten Platz beim Kooperationspreis, mit dem der Schulterschluss der zwei ehemaligen Sozialsprengel kürzlich honoriert wurde. Die Prämie von 8000 Euro sei ein positiver Nebeneffekt. Mit rund zwei Millionen Euro beziffert Rieser den Umsatz der Einrichtung. „Unser Ziel ist es, dass die Leute so lang wie möglich in ihren gewohnten vier Wänden bleiben können“, sagt sie. Dass in der Jenbacher Tratzbergsiedlung bald bis zu zehn Wohnungen für betreutes Wohnen zur Verfügung stehen sollen, freut Wallner. (zw)


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