Schramböck: „Österreich in Top 10 der Welt bis 2040“

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) plant eine neue Standortstrategie. Die Investitionsprämie sei ein „Riesenerfolg“.

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Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.
© Böhm

Alpbach – Die Stimmung in Österreichs Wirtschaft sei sehr gut, sie fahre „mit Vollgas aus der Krise“, so Schramböck in Alpbach gegenüber der TT. Bremsen seien der Fachkräftemangel und Probleme bei den Lieferketten, zudem müsse ein neuerlicher Lockdown mit verstärkten Impfungen unbedingt verhindert werden.

Die mit 1. September 2020 eingeführte Investitionsprämie sei die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit und „zudem in ihrer Ausgestaltung weltweit einzigartig“. Insgesamt seien 244.000 Förderanträge eingelangt, davon seien mehr als 165.000 von Kleinunternehmen gekommen. „Mit 39 Mrd. Euro Investitionsvolumen steht diese Gruppe für rund die Hälfte des insgesamt eingereichten Volumens. Das ist das größte Mittelstands-Förderprogramm in Österreichs Geschichte.“

Der Förderrahmen ist mit 7,8 Mrd. Euro festgelegt, er dürfte aber nicht komplett ausgeschöpft werden. Schramböck rechnet mit 5 Mrd. Euro, davon seien 126 Mio. Euro für 41.539 Projekte bereits ausbezahlt worden. Beinahe drei Viertel der Unternehmen hätten die eingereichten Investitionsvorhaben ohne Förderung gar nicht oder nur in geringerem Umfang durchgeführt. Viele Investitionen seien vorgezogen worden, ein Teil der Projekte wurde laut der Ministerin aufgrund des Zuschusses in Österreich und nicht in anderen Staaten umgesetzt. Für Ökologisierungs- und Digitalisierungsprojekte gibt es 14 statt sonst 7 Prozent Prämie.

Für die Zukunft will Schramböck die Produktivität steigern. Während bisher zwei Drittel des Wirtschaftswachstums in Österreich durch mehr Arbeitsstunden erzielt worden seien, soll das Wachstum künftig zu 55 bis 60 Prozent durch mehr Produktivität erreicht werden. Unter Einbindung von Unternehmen, Arbeitnehmern, Unis und verschiedenen Institutionen (geplant ist auch eine Tour durch die Länder) solle eine neue Standortstrategie dafür sorgen, dass Österreich bis spätestens 2040 zu den Top-10-Wirtschaftsstandorten weltweit gehört. Ein Bereich sei das Zukunftsprojekt Industrie 5.0. Österreich werde massiv in Zukunftstechnologien investieren. (va)


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