Weltcup, EM und WM: Mit Gold hat Mitterwallner viel vor

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Weiter erfolgreich im Sattel: Mona Mitterwallner.
© Armin M. Küstenbrück

Von Roman Stelzl

Silz – Schon kurz nach dem souveränen Triumph im U23-WM-Rennen kramte Mountainbike-Jungstar Mona Mitterwallner in den Ergebnislisten der Titelkämpfe. Die 19-jährige Silzerin verglich ihre Rundenzeiten mit jenen der Elite, mit der Erkenntnis: Mit diesem Auftritt hätte es wohl auch in der höchsten Kategorie WM-Gold gegeben.

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„Ich war nach vier Runden schneller. Wenn auf der fünften nicht viel falsch gelaufen wäre, hätte ich wohl gewonnen“, blickt die Trek-Vaude-Athletin zurück. Doch die Altersbestimmung des Weltverbandes (UCI) verhindert bei Großevents einen Aufstieg. Mitterwallner muss noch drei weitere Jahre in der U23-Klasse fahren. Ärger gibt es deshalb aber wenig. „Klar denkt man sich da im Nachhinein, was möglich gewesen wäre. Aber ich bin so zufrieden mit dem Sieg, dass da keine Reue dabei ist. Das ist so zu akzeptieren“, sagt Mitterwallner, die viel lieber glücklich den großen Vorsprung sah: „Zwei Minuten sind im Cross Country nicht wenig.“

Und wer denkt, nach dem vermeintlichen Saison-Höhepunkt ist Sparflamme angesagt, irrt gewaltig. Schon an diesem Wochenende wartet der vorletzte Weltcup in Lenzerheide (SUI), bei dem sich Mitterwallner im fünften U23-Rennen den fünften Sieg holen will. Dass sie nächstes Jahr in der Elite (Aufstieg Top fünf) fährt, ist nur noch mit viel Fantasie zu verhindern.

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Gleich danach macht die aktuelle Europa- und Weltmeisterin einen ganz besonderen Ausflug: Bei der Straßenrad-EM in Trient (ITA/8.–12.9.) startet Mitterwallner im U23-Eliterennen und will dort noch eine offene Rechnung begleichen, hatte sie doch nur knapp das Tokio-Ticket gegen die spätere Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer verloren. Direkt anschließend wartet das US-Weltcup-Finale in Snowshoe (19.9.). Und als Kirsche auf dem Kuchen wartet das Elite-Rennen bei der Marathon-WM auf Elba (ITA/2.-3.10.). Freilich – wie immer – mit großem Ehrgeiz.


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