Riskante „Ratterbalken“ auf Innsbrucker Radwegen wieder entfernt

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Sturzgefahr durch Tempobremsen: Nach viel Kritik wurden die Quermarkierungen auf Innsbrucks Radwegen wieder abgetragen.
© Gerechtes Innsbruck

Innsbruck – Heftige Kritik der Liste „Gerechtes Innsbruck“, Beschwerden von Radfahrern, Leserbriefe an die TT, in denen von Stürzen berichtet wurde und von „Bausünde“ die Rede war: Die erst vor wenigen Wochen installierten, rot und erhaben ausgeführten Quermarkierungen auf Innsbrucker Radwegen – etwa entlang der Sill oder unweit der Karwendelbögen – sorgten für einige Aufregung. Nun sind sie wieder Geschichte.

Die Quermarkierungen seien als Sicherheitsmaßnahme an besonders heiklen Konfliktstellen gedacht gewesen, um Radfahrer einzubremsen und Begegnungen mit querenden Fußgängern zu entschärfen, heißt es aus dem Büro von Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl (Grüne). In der Ausführung seien die Markierungen „an manchen Stellen leider zu hoch geworden und waren damit nicht im Sinne des eigentlichen Ziels“. Deshalb habe Schwarzl „nach kurzer Beobachtungszeit die Entfernung beauftragt“. Da die Gefahrenstellen aber bleiben, werde man dort zeitnah „eine besser geeignete Tempobremse“ umsetzen.

GR Gerald Depaoli (GI), der auch mittels Video auf die gefährlichen „Ratterbalken“ hingewiesen hatte, begrüßt deren rasche Entfernung. Radfahrer hätten sogar damit gedroht, die Stadt bei einem Unfall klagen zu wollen, berichtet er. Schwarzl werde dem Gemeinderat bzw. Verkehrsausschuss jedenfalls erklären müssen, warum sie „derart massive Gefahrenquellen für Radfahrer“ überhaupt – noch dazu im Alleingang – habe errichten lassen, meint Depaoli. Ebenso werde sie auf eine Anfrage von GI hin beantworten müssen, welche Kosten der Stadt durch die Ratterbalken entstanden seien und ob diese überhaupt der Straßenverkehrsordnung entsprachen. (md)

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