Braunbärin „Martha“ nach 17 Jahren Gefangenschaft gerettet

Die ukrainische Bärin war in Gefangenschaft geboren worden und musste als Zirkus- und Restaurantattraktion auftreten. Vier Pfoten hat das Tier nun befreit.

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Martha hatte in Gefangenschaft keine Beschäftigungsmöglichkeiten.
© YAROSLAV TYMCHYSHYN

Kiew – Vier Pfoten hat die 17-jährige Braunbärin „Martha“ nahe Stryi in der Westukraine gerettet und in den Bärenwald Domazhyr bei Lwiw gebracht, teilte die Tierschutzorganisation am Mittwoch mit. Sie war in Gefangenschaft geboren worden und musste bis 2008 als Zirkusbärin auftreten. Danach kauften Restaurantbesitzer das Tier und hielten es 13 Jahre lang in einem leeren Betongehege mit ausgetrocknetem Pool als Gästeattraktion.

Die Bärin wurde von Wildtierrettern befreit.
© Yaroslaw Tymchyshyn

Sobald sich die Bärin eingelebt hat, soll sie umfangreich untersucht werden. „Martha hatte keine Beschäftigungsmöglichkeiten und konnte weder ihre Umwelt erkunden, noch schwimmen oder Winterruhe halten. Aus Langeweile kaute sie ständig an den Gitterstäben ihres Geheges. Das und die vorwiegend süßen Lebensmittel, mit denen sie gefüttert wurde, haben ihre Zähne schwer beschädigt“, bedauerte Barbara van Genne, verantwortlich für Wildtierrettungen bei Vier Pfoten. (APA)

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