Dutzende tote Schweinswale auf niederländischen Inseln angespült

Die hohe Zahl der Tiere sei „ungewöhnlich und besorgniserregend". Möglicherweise könnte es sich um eine Epidemie unter Schweinswalen handeln. Zur Untersuchung wurden einige Wale zur Universität Utrecht gebracht.

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Ein Schweinswal (Symbolbild).
© Wolfgang Runge/dpa

Den Haag – Dutzende tote Schweinswale sind auf den niederländischen Watteninseln angespült worden und versetzen Umweltschützer in Sorge. Die hohe Zahl toter Wale sei sehr ungewöhnlich und die Ursache noch nicht bekannt, teilte die niederländische Naturschutzorganisation "Natuurmonumenten" mit. Einige der Wale seien zur Untersuchung zur Universität Utrecht gebracht worden, wo unter anderem der Gesundheitszustand und der Mageninhalt der Tiere untersucht werde.

Über die Ursache werde viel spekuliert, sagte Naturaufseherin Cynthia Borras. Es könne sich um eine Epidemie unter den Schweinswalen handeln. Andererseits werde gerade im Wattenmeer an einem Windturbinenpark gearbeitet und es habe vor kurzem eine internationale Aktion der Marine zur Beseitigung alter Munition im Wattenmeer begonnen. Beides könnte das Leben der Wale demnach beeinträchtigen. "Ich wohne schon seit 15 Jahren auf Schiermonnikoog, aber so etwas habe ich noch nicht mitgemacht", sagte Borras. "Man findet mal einen toten Seehund oder toten Schweinswal am Strand, aber so viele Tiere auf einmal, das ist außergewöhnlich und besorgniserregend."

Wie die Naturexpertin sagte, handelt es sich um ausgewachsene Wale mit einer Länge von 1,40 bis 1,70 Metern, die bereits stark verwest seien. Wahrscheinlich seien die toten Tiere bereits länger im Meer gewesen und dann von starkem Wind ans Ufer getrieben worden. (dpa)


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