Spatenstich am Pillersee: Schutz für 1000 Bewohner

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Spatenstich am Pillersee: Baubezirksamtsleiter Erwin Obermaier, BM Brigitte Lackner, Ministerin Elisabeth Köstinger, LHStv Josef Geisler, Leonhard Fischer, BM Georg Hochfilzer und Max Foidl (v. l.).
© Land Tirol/Die Fotografen

St. Ulrich a. P. – Auf einer Länge von 15,5 Kilometern zwischen Fleckenried in der Gemeinde St. Ulrich und dem Ortsteil Strub in Waidring werden entlang des Grieselbachs, der in Waidring auch Haselbach genannt wird, zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes umgesetzt. Der Spatenstich für das 9,4 Millionen Euro teure Schutzprojekt erfolgte gestern durch Bundesministerin Elisabeth Köstinger und LHStv. Josef Geisler. Nach Fertigstellung aller Maßnahmen im Jahr 2024 sollen 80 Hektar Fläche und 121 Gebäude, in denen knapp 1000 Menschen wohnen und arbeiten, vor einem 100-jährlichen Hochwasser sicher sein.

In den Jahren 2002 und 2013 waren die Gemeinden St. Ulrich und Waidring, wo 2013 auch ein Damm brach, jeweils von einem 30- bis 100-jährlichen Hochwasser betroffen. Mit der Gründung des Wasserverbandes Haselbach-Grieselbach, der auch Auftraggeber und Bauherr ist, haben die beiden Gemeinden die Voraussetzung für die Umsetzung des Schutzprojekts geschaffen.

Eine besondere Rolle kommt dem Pillersee als Retentionsraum für den Hochwasserrückhalt zu. Um die Hochwasserwelle im Unterlauf zu dämpfen, wird ein neues, steuerbares Wehr errichtet. Damit kann der Seespiegel gehalten und das verfügbare Rückhaltevolumen des Sees optimal ausgenutzt werden. Im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen werden auch elf Brücken erhöht und zum Teil neu errichtet. (TT)

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