Anrainer fordert Verkehrskonzept für Fieberbrunn

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Harald Weidacher und Josef Niedermoser (r.) bemängeln die enge Zufahrt zum Bereich Schlossberg in Fieberbrunn.
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Von Michael Mader

Fieberbrunn – Harald Weidacher ist stellvertretender Bezirkssprecher der Liste Fritz, aber auch Bewohner des Schlossbergs in Fieberbrunn. Deshalb weiß er um die rege Bautätigkeit in diesem Bereich: „Im oberen Teil ist eine Siedlung entstanden, wo auch viele Familien mit Kindern wohnen, im unteren Bereich gibt es riesige Bauprojekte, die alle über die enge Straße abgewickelt werden.“

Er stellt deshalb die Forderung nach einem Verkehrskonzept auf. In der Gemeinde hätte er schon vorgesprochen, dabei seien unter anderem ein durchgehender Gehsteig, ein Mittelteiler und Straßenerhebungen angesprochen worden. „Mein Wunsch wäre ja eine 30er-Zone, aber das geht anscheinend nicht“, sagt Weidacher.

Ein zweites Problem am Schlossberg in Fieberbrunn stellen nach Ansicht Weidachers die Großbauten dar: „Hier werden Wohneinheiten geschaffen, die sich kein Einheimischer leisten kann.“ In dieselbe Kerbe schlägt Liste-Fritz-Bezirkssprecher Josef Niedermoser: „Es wird für Leute gebaut, die keinen Wohnbedarf haben. Wer kann schon fast drei Millionen Euro für ein Penthaus bezahlen? Das sind reine Spekulationsobjekte, das ist Kitzbühel im Kleinen.“

„Das ist wirklich ein Problem, wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. Keiner kann sich hier noch ein kleines Haus bauen“, blickt Weidacher mit Besorgnis auf die derzeit noch leeren Wiesen am Schlossberg. Niedermoser: „Es gibt einen massiven Grundverbrauch. Innerhalb kurzer Zeit wurden hier 80.000 Quadratmeter Bauland verbraucht. Stellt sich die Frage, auf wie vielen davon Einfamilienhäuser entstanden sind.“

Bürgermeister Walter Astner war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.


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