Ein Auftakt mit Knalleffekt für die Schwazer Handballer

Schwaz Handball Tirol startet am Samstag gegen Bärnbach/Köflach in die Saison. Europacup-Gegner Prishtina sagte aufgrund von Corona-Fällen im Team ab.

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Vorfreude auf den Start (v. l.): Thomas Lintner, Gerald Zeiner, Alex Wanitschek und Coach Frank Bergemann.
© Falk

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Schon vor der ersten Spielsekunde in der neuen Saison darf Sparkasse Schwaz Handball Tirol bereits einen Sieg verbuchen. Durch den Rückzug des kosovarischen Vizemeisters KH Prishtina stehen die Tiroler kampflos in der zweiten Runde des EHF-Cups. „Die Kosovaren waren durch die strengen Einreiseregeln nicht in der Lage anzutreten, obwohl wir ihnen bei der Organisation behilflich waren“, zündete Thomas Lintner, der sportliche Leiter der Schwazer Handballer, gestern bei der Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des Sponsors den Knaller. In Runde zwei wartet nun am 16. (heim) und 23. Oktober (auswärts) die zypriotische Mannschaft Famagusta. Ein Mittelmeer-Trip im Oktober, auch nicht schlecht, würde man meinen.

Der Fokus von Handball-Lehrer Frank Bergemann ist allerdings auf den Liga-Start am kommenden Wochenende gegen Bärnbach/Köflach gerichtet. 500 Fans sind am Samstag (18 Uhr) in der Osthalle zugelassen – es gilt die 3-G-Regel. Die Freude auf den Saisonstart war bei Bergemann, der ja oft etwas grimmig dreinschaut, klar ersichtlich. „Ich bin sehr angetan von der Trainingsleistung, da ist eine Dynamik drin“, sagte der Coach mit einem Lächeln.

Ehre und Ansporn für die jungen Spieler

Bergemanns Handschrift soll sich in seiner vierten Saison als Trainer noch deutlicher zeigen. Die Mannschaft aus dem Vorjahr, als man sich als Sieger des Grunddurchgangs Respekt erarbeitete und erst im Halbfinale gegen Hard Endstation war, blieb beisammen. Dazu kommen vier Neuzugänge von hungrigen Eigenbauspielern: Tobias Grothues, Felix Kristen, Elias Nägele und Matthias Huber wollen sich in der neuen Saison beweisen. Bergemann: „Für die jungen Spieler muss es Ehre und Ansporn sein, in der HLA-Mannschaft mittrainieren zu dürfen!“

In der neu formierten Zwölferliga sind die Neulinge BT Füchse und Bad Vöslau die Underdogs, die um den Klassenerhalt kämpfen. Zu den Titel-Favoriten zählt das Trio aus Krems, Hard und Bregenz. Das Erreichen des Viertelfinales ist für Schwaz das Minimalziel. In der Finalphase sei dann alles möglich, weiß Spielmacher Gerald Zeiner. Ausgerechnet hinter dem Einsatz des 33-jährigen Kremsers, der eine tragende Säule im System ist, steht wegen „muskulärer Probleme“ ein Fragezeichen. „Ich will der Mannschaft so gut es geht helfen“, gibt sich der Nationalteam-Kapitän kämpferisch. Fix noch kein Thema ist Armin Hochleitner, der Linkshänder muss nach seiner Knie-OP weiter pausieren. „Wir müssen auf uns schauen und unserer Linie treu bleiben“, meinte Antreiber Zeiner selbstbewusst.

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Dass Meister Hard für den Saisonstart gewappnet ist, bewiesen die „Roten Teufel“ am Mittwoch mit dem 33:27-(16:13)-Supercupsieg gegen die Fivers. Für Hard ist es der fünfte Supercup-Erfolg. Der Damen-Titel ging an Hypo NÖ (31:23-Sieg gegen Atzgersdorf).


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