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TT-Leitartikel zur Lehrerimpfquote: Hurra, die Schule brennt!

Am Montag beginnt im Osten Österreichs wieder der Unterricht. Wie hoch die Impfquote beim Bildungspersonal ist, weiß man nicht genau. Eine Zumutung für alle, die sich um ihre Kinder sorgen.

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Carmen Baumgartner-Pötz

Leitartikel

Von Carmen Baumgartner-Pötz

Ungeimpfte Personen halten sich stundenlang mit wenig Abstand und ohne Maske in stickigen Innenräumen auf. Nach fast zwei Jahren im Pandemiemodus wissen wir: Das ist das schlechtestmögliche Setting. Für die unter 12-Jährigen in Schulen und Kindergärten, die noch nicht impfbar sind, ist dieses Szenario aber bald wieder Standard. Kein Wunder, dass viele Erziehungsberechtigte schlecht schlafen, wenn sie an den Schulbeginn denken und daran, dass ihre Kinder vielleicht der Durchseuchung preisgegeben werden – ausgeklügeltes Testmanagement hin oder her. Die Sorge um die Gesundheit des Nachwuchses dürfte ein Grund dafür sein, dass es heuer so viele Schulabmeldungen gibt. Wer die Zeit bis zur schützenden Impfung für sein Kind lieber freiwillig mit häuslichem Unterricht überbrücken – und nicht auf die nächste Distance-Learning-Phase warten – will, kann das relativ leicht tun. Denn in Österreich gilt nicht Schul-, sondern Unterrichtspflicht, äußerst großzügig ausgelegte Qualitätsstandards inklusive.


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