WM dahoam – Federspiel will es noch einmal wissen

In Graz, wo er vor vier Jahren eine bittere EM-Stunde erlebte, kehrt Daniel Federspiel noch einmal auf die weltmeisterliche Bühne zurück.

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Daniel Federspiel jubelte zuletzt über ÖM-Gold.
© gepa

Imst, Graz – Eigentlich hatte sich Daniel Federspiel aus der „Eliminator“-Szene zurückgezogen. Er, der zweifache Weltmeister und Weltcupsieger. Drei Jahre versuchte sich der Oberländer im Cross-Counry und (semi-)professionell im Straßenradsport, ehe ihn diesen Sommer noch einmal der weltmeisterliche Ruf ereilte. In Graz, dort, wo er 2018 bei der EM im Finale als Top-Favorit nach zwei Fehlstarts disqualifiziert worden war, streckt der 34-jährige Imster am Sonntag 14 Uhr (Qualifikation, 16 Uhr Finale) seine Fühler nach WM-Edelmetall aus. Favoriten sind freilich andere. Wie in erster Linie der Franzose Titouan Perrin-Ganier, seit vier Jahren bei Weltmeisterschaften unbesiegt, wie dessen Landsmann Hugo Briatta, wie Simon Gegenheimer (GER) oder wie der amtierende Europameister Jeroen van Eck.

„Warten wir einmal die Qualifikation ab“, sagt der Routinier, der sich diesen Juni mit dem Staatsmeistertitel das WM-Ticket gesichert hatte. Der zweite heimische Starter ist Elias Tranninger (OÖ). Bei den Damen fehlt eine Österreicherin im Elitefeld.

National immer noch eine Macht, fehlt Federspiel der internationale Vergleich. Erst recht, weil er seit dem Frühjahr ein Radgeschäft samt Werkstatt und Café auf der Ötztaler Höhe betreibt. „Da musste ich mir die Zeit fürs Training absparen.“

Beim Eliminator handelt es sich um ein MTB-Rennen im K.-o.-System. Maximal vier Athleten fahren gegeneinander und absolvieren dabei eine Strecke von 500 Metern mit mindestens sechs Hindernissen. Die jeweiligen Sieger und Laufzweiten steigen in die nächste Runde auf. (m.i.)


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