Opel drückt mit neuem Grandland kräftig auf die Tube

Nach dem fulminanten Start des neuen Mokka steht jetzt der umfassend überarbeitete Grandland in den Startlöchern. Vollgepackt mit neuer Technik und sparsamen Plug-in-Hybrid-Triebwerken.

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Das „X“ ist weg, dazu gibt es eine neue Front dank der Modellpflegemaßnahmen beim Opel Grandland.
© Opel

Von Walter Schrott

Frankfurt – Bei Opel läuft es rund: Nicht nur bei den Absatzzahlen, sondern auch in Sachen Digitalisierung und Elektromobilität. Das frisch geschlüpfte City-SUV Mokka, das als erstes Modell das neue Markengesicht von Opel zur Schau trägt, hat sich vom Start weg zur Absatz-Lokomotive gemausert. Vizor nennt Opel diese Designsprache, die auf kurzlebige Effekthascherei verzichtet, allen künftigen Modellen dafür einen kraftvollen, zugleich ruhigen und souveränen optischen Auftritt verschafft.

Jetzt steht der neue Grandland in den Startlöchern: „Der Mokka hat unsere Erwartungen weit übertroffen und wir sind überzeugt, dass auch der Grandland an diesen Erfolg anknüpfen wird“, sagt Opel-Pressemann Christoph Stummvoll. Wirklich neu ist der Grandland nicht, aber so kräftig überarbeitet, dass er tatsächlich wie ein neues Modell vorfährt. Das zeigt sich vor allem an der Frontpartie, die mit dem schmalen Kühlergrill, markantem Stoßfänger samt großen Lufteinlässen und angedeutetem Unterfahrschutz den Rüsselsheimer klar in die Zunft der SUV einordnet. Aufpreispflichtig, aber unbedingt empfehlenswert ist das Matrix-Licht, das jetzt auch im Grandland für Durch- und Weitblick sorgt. 84 LED-Elemente pro Scheinwerfer liefern jederzeit ideale Ausleuchtung, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Viel getan hat sich im Cockpit. Der Grandland übernimmt das aus dem Mokka bekannte volldigitale Pure Panel, das je nach Version auf einem bis zu zwölf Zoll großen Display alle Infos liefert. Alle wichtigen Funktionen lassen sich auf dem bis zu zehn Zoll großen, zentral positionierten Touchscreen steuern. Dennoch lässt Opel noch ein paar Knöpferl übrig, um nach alter Gewohnheit Klimaanlage und Infotainment bedienen zu können. Dazu gibt es – teils serienmäßig, teils optional – ein umfassendes Paket an modernsten Sicherheits- und Assistenzsystemen.

Bei den Antrieben gibt es vier Optionen. Wer mit Strom noch nichts am Hut hat, kann aus zwei Verbrennern wählen. Ein 1.2-Dreizylinder-Turbobenziner mit 130 PS (wahlweise mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-Gang-Automatik) und ein 130 PS starker 1.5 Vierzylinder-Turbodiesel (ausschließlich 8-Gang-Automatik) zeigen ordentlich Temperament. „30 Prozent der Käufer werden sich aber für einen der beiden Plug-in-Hybridler entscheiden“, schätzt Christoph Stummvoll.

Der Grandland Hybrid kombiniert einen 180 PS starken 1.6-Turbo-Benziner mit einem 110 PS starken Elektromotor zu einer Systemleistung von 224 PS. Damit geht es in 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 225 km/h endet der Vortrieb. Ein noch ganz anderes Kaliber ist der Grandland Hybrid4, bei dem zusätzlich noch ein zweiter Elektromotor an der Hinterachse für Extrapower sorgt. Dann wird Opels SUV-Flaggschiff auch zum bärenstarken Allradler. Die Systemleistung (Benziner plus E-Motoren) liegt bei 300 PS. Bringt sportwagenverdächtige Fahrleistungen: 6,1 Sekunden auf Tempo 100, 235 km/h Spitze. Und das bei Verbrauchswerten von 1,2 bis 1,7 Litern pro 100 Kilometer. Beide Hybridler sind mit der 8-Gang-Automatik kombiniert und rollen rein elektrisch rund 65 Kilometer weit.

Der neue Grandland kann bereits bestellt werden, erste Auslieferungen gibt es im Oktober. Den 1.2 Turbo-Benziner gibt es ab 27.779 Euro, für den 1.5 Diesel sind mindestens 32.889 Euro fällig. Deutlich tiefer in die Tasche greifen muss man für die beiden Hybridler. Der Grandland Hybrid (200 PS) startet bei 43.479 Euro, der Grandland4 (300 PS) notiert ab 48.669 Euro.


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