Medaillen lockten Tausende in das neue Starthaus der Streif

Unterhaltsame Geschichten vom Hahnenkamm gab es gestern zur Finissage der Medaillenausstellung des Kitzbüheler Ski Clubs.

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Auf der Terrasse des neuen Starthauses fand gestern die Finissage statt.
© Angerer

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die großen Erfolge der Sportler des Kitzbüheler Ski Clubs konnte man in den vergangenen Wochen bestaunen – und nicht nur das, auch das neue und beeindruckende Starthaus der Streif. Denn genau dort fand die Medaillenausstellung des Kitzbüheler Skiclubs statt, die nur noch heute geöffnet ist.

Seit 17. Juli konnte die große Medaillenausstellung „Einblicke und Ausblicke“ bestaunt werden. Die Anzahl der ausgestellten Exponate ist dabei ebenso beeindruckend wie die Räumlichkeiten im neuen Starthaus. Insgesamt sind es 56 Erfolge, die von Sportlerinnen und Sportlern des Kitzbüheler Ski Clubs aus den Jahren 1952 bis 2021 erzielt wurden. Darunter sind natürlich die Olympia- und WM-Medaillen von Jahrhundertsportler Toni Sailer, Ernst Hinterseer und Hias Leitner.

Aber der KSC konnte sich nicht nur über Medaillen in Alpinbewerben freuen. Unter den Ausstellungsstücken finden sich auch die des nordischen Kombinierers David Kreiner sowie die jüngste, nämlich jene von Biathletin Lisa Hauser. Es sind selbst Medaillen und Boards der Snowboarder Alexander Koller und Klaus Sammer zu sehen. Abgerundet wird das Ganze von nostalgischen und modernen Ski, legendären Startnummern, sehr schrillen Rennanzügen u. v. m.

„Gehe davon aus, dass wir es auf die 9000 schaffen“

„Die Ausstellung war ein großer Erfolgt. Stand sind 8524 Besucher und ich gehe davon aus, dass wir es auf die 9000 schaffen“, freut sich KSC-Präsident Michel Huber. Gestern fand nun der offizielle Schlusspunkt mit einer Finissage statt. Diese Abschlussveranstaltung stand unter dem Motto „Geschichten vom Hahnenkamm“ und dazu hat sich Huber den Starthausnachbarn und Kitzbüheler Urgestein Horst Ebersberg zu einem Gespräch eingeladen.

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„Es wird eine Art Jazz, um es in der Musikersprache zu beschreiben“, sagt Huber. Denn sowohl er als auch Ebersberg haben vieles zu erzählen. So ist der 86-jährige Ebersberg am Hahnenkamm aufgewachsen und in Kitzbühel als spitze Zunge bekannt.

Geklärt wurde unter anderem die Frage, warum der Hahnenkamm diesen Namen trägt und wie sich der Hahnenkamm entwickelt hat. Diese Entwicklung sieht Ebersberg durchaus kritisch. Nicht ganz einig waren sich die beiden bei der Entstehung des Skigebiets. „Pisten gab es damals noch keine. Es gab eine erste Spur und dann daneben die nächste und wenn dann viele gefahren sind, war’s dann so etwas wie eine Piste“, beschreibt Ebersberg die damaligen Verhältnisse. Die Besucher der Finissage waren jedenfalls begeistert von dem „Jazz-Gespräch“.


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