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Austria statt Australia: TT-Leitartikel zu Regionalität und Herkunftsbezeichnung

Marktmechanismen lassen sich auch mit Herkunftsbezeichnungen nicht außer Kraft setzen. Doch im Wettbewerb wären sie ein starkes Signal für Regionalität und für ein nachhaltiges Umdenken. Für das Klima und die heimischen Bauern.

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Peter Nindler

Leitartikel

Von Peter Nindler

Wer Regionalität ernst nimmt, muss sie auch unbeirrt und konsequent umsetzen. Sicher nicht missionarisch oder engstirnig, weil nicht alles, was auf den Teller kommt, in Tirol bzw. Österreich produziert werden kann. Die eingefahrene Denkweise beim schon seit Jahren andauernden politischen Streit um die Herkunftsbezeichnung muss allerdings endlich geändert werden. Eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung für Lebensmittel ist nämlich kein Strafzettel, vielmehr eine kulinarisch-geografische 1-G-Regel: der so genannte Genuss-Pass. Wenn das Schnitzel vom oberösterreichischen Strohschwein stammt, soll es so gekennzeichnet werden. Dasselbe gilt für das Steak aus Argentinien. Ohne schalen Beigeschmack.


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