SPÖ macht Georg Dornauer zum bundesweiten „Wohnbau-Chef“

Tirols SPÖ-Vorsitzender Georg Dornauer leitet künftig die bundesweite Task-Force zum Thema Wohnen. Leistbares Wohnen soll zentrales inhaltliches Wahlkampfthema werden.

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Vor allem in den Ballungsräumen wie in Innsbruck sind Mieten und Wohnungskäufe für Familien teils unerschwinglich geworden.
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Innsbruck, Wien – Wer hätte das im November 2018 gedacht? Damals herrschte Eiszeit zwischen der Bundes-SPÖ bzw. der neuen Parteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner und dem designierten Tiroler SPÖ-Vorsitzenden Georg Dornauer. Jetzt überträgt ihm Pamela Rendi-Wagner eine der wichtigsten inhaltlichen Aufgaben in der Partei, die bei den anstehenden Landtagswahlen in Tirol 2023, möglicherweise auch schon im Herbst 2022, und dann bei den Nationalratswahlen 2022 – oder früher – von der SPÖ zum zentralen politischen Thema gemacht werden soll: leistbares Wohnen.

Georg Dornauer (Tiroler SPÖ-Vorsitzender): „Wir werden den Menschen zeigen, wer in Österreich tatsächlich für leistbares Wohnen steht.“
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Auf Wunsch der Parteivorsitzenden wird Dornauer die jüngst angekündigte bundesweite Taskforce zum Wohnen leiten. Das bestätigte der Tiroler SPÖ-Chef gegenüber der TT. Gemeinsam mit der Wohnbausprecherin und SPÖ-Nationalrätin Ruth Becher werden in den nächsten Wochen aus allen neun Bundesländern Expertinnen und Experten nominiert. Für Dornauer ist klar: „Den Worten müssen jetzt rasch Taten folgen, die Wohnungspreise explodieren. Für Familien bleibt vor allem in Tirol leistbares Wohnen oft nur noch ein Wunschtraum.“

Nach der nächsten Präsidiumssitzung im September sollen die Beratungen starten. „Ich freue mich sehr, dass wir nun bei diesem für viele Menschen so zentralen Thema endlich Konzepte und Lösungen auf allen politischen Ebenen erarbeiten“, erklärt Dornauer. Er legt auch schon die Richtung fest. „Wir werden den anderen Parteien, aber vor allem den Menschen in Österreich zeigen, wer tatsächlich für leistbares Wohnen steht.“

In Tirol zählen die Wohnungskosten österreichweit zu den höchsten. Wer sich in Kitzbühel niederlassen will, zahlt pro Quadratmeter fast sechsmal so viel wie in Lilienfeld (Niederösterreich), und zwar im Durchschnitt 8050 Euro pro Quadratmeter. In Innsbruck sind es 6650 Euro. Ein Ziel hat die SPÖ auf Bundesebene bereits definiert: Leistbares Wohnen soll in der Verfassung verankert werden. (pn)


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