Schulbeginn im Osten: 106 positive Tests zum Start der Sicherheitsphase

Das neue Schuljahr begann in Ostösterreich mit Tests und Maskenpflicht außerhalb der Klasse. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bleibt optimistisch.

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Bildungsminister Heinz Faßmann besuchte zum Schulstart eine Bildungseinrichtung in Wien.
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Wien – Zum Start ins Schuljahr drei Tests. Aber nicht in Biologie, Deutsch oder Mathe, sondern Antigentests. Sicherheitsphase nennt das das Bildungsministerium. Und die hat gestern beim Schulstart in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bei rund 490.000 Kindern insgesamt 106 positive Ergebnisse zu Tage gefördert. Der Bildungsminister selbst übte sich zum Start in Optimismus. Der Herbst soll durchgehend im Präsenzunterricht stattfinden.

In der Sicherheitsphase muss verpflichtend dreimal pro Woche ein Covid-Test absolviert und außerhalb der Klasse eine Maske getragen werden. Am ersten Schultag schlugen laut Zahlen von Gesundheitsbehörde bzw. Bildungsdirektionen in Wien 63 „Nasenbohrer“-Tests an, in Niederösterreich 35 und im Burgenland acht. Das entspricht für Wien in etwa hochgerechnet der Zahl der positiven Schul-Tests von Mitte Juni, im Burgenland und Niederösterreich von Ende Mai.

📽️ Video | Erster Schultag in Ostösterreich

Faßmann (ÖVP) zeigte sich bei einem Schulbesuch in Wien optimistisch, dass im Herbst durchgehend Präsenzunterricht stattfinden kann. Neben Optimismus brauche es dafür auch Geduld, wenn die Infektionszahlen in die Höhe gehen, so der Minister.

Alle Schüler müssen in den ersten drei Wochen für den Schulbesuch drei Corona-Tests pro Woche durchführen, einer davon muss ein PCR-Test sein. Getestet werden kann an der Schule, alternativ können Zertifikate anderer befugter Teststellen vorgewiesen werden. Lehrer müssen ebenfalls dreimal pro Woche testen, einen Unterschied gibt es aber nach Impfstatus: Bei geimpften Pädagogen reichen drei Antigentests, ungeimpfte brauchen neben zwei Antigentests einmal wöchentlich einen (externen) PCR-Test.

Nach den drei Wochen hängen die Schulregeln dann von der risikoadjustierten 7-Tage-Inzidenz (einbezogen werden neben den Infektionszahlen auch die Zahl der Tests, die Aufklärungsrate, die Symptomatik und Dynamik des Infektionsgeschehens) ab. Unterteilt wird dann in geringes (bis 100), mittleres (101–199) und hohes Risiko (ab 200).

Die rund 95.000 Tiroler Schülerinnen und Schüler haben noch eine Woche Ferien, für sie gelten ab dem kommenden Montag dann aber dieselben Regeln. Abseits von Corona bringt das neue Schuljahr unter anderem die Auslieferung digitaler Endgeräte an fast alle Schüler der ersten und zweiten Klasse AHS, Mittelschule und Sonderschule sowie die Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts für alle Schüler der fünften Klassen, die keinen Religionsunterricht besuchen. (TT, APA)


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