Mit dem E-Bus durch den Sommer: Test in St. Anton erfolgreich

Im Juli und August war in St. Anton ein Elektrobus unterwegs – ein Test mit einem positiven Ergebnis.

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Der Zentrumsshuttlebus fuhr in St. Anton in diesem Sommer elektrisch. Die Verantwortlichen waren mit dem Projekt zufrieden.
© VVT

St. Anton – Strom statt Diesel, surrende Elektromotoren statt knatternder Auspuffe – St. Anton probierte heuer etwas Neues. Im Sommer, zwischen Mitte Juli und Ende August, war in der Arlberger Tourismushochburg ein Elektrobus als Zentrumsshuttle unterwegs.

Das Fahrzeug hatte eine maximale Kapazität von 15 Personen und absolvierte am Tag durchschnittlich 100 Kilometer. Es rotierte vom West- zum Ostterminal und einige Kurse auch hinauf nach Nasserein.

Am Steuer saß Buslenkerin Silvia Lener, die seit 2015 im öffentlichen Nahverkehr in St. Anton unterwegs ist, und auch sie hat das Fahrzeug überzeugt: „Für den Einsatz und die Durchfahrt durch die Fußgängerzone eignet sich der E-Bus perfekt. Das merkt man auch an der Reaktion der Passanten. Die schauen sehr interessiert und nicken anerkennend“, erzählt sie. Auch die PS waren ausreichend, auch wenn der Bus vor allem im Flachen unterwegs war. „Er ist beim Fahren auch deutlich leiser“, erklärt sie.

Ermöglicht wurde der Test vom Verkehrsverbund Tirol und dem Gemeindeverband Regio Arlberg. „Wir möchten in St. Anton die Elektromobilität nicht nur aufs Land, sondern auch in die Berge bringen“, sagt Verkehrsamtsleiter Bernhard Prantauer aus St. Anton. „Mit der Testphase diesen Sommer haben wir wieder viele Erfahrungen sammeln können, die für die Weiterentwicklung der Mobilität von Einheimischen und Gästen essenziell sind.“ Man möchte beim öffentlichen Nahverkehr nachhaltiger werden, erklärte auch VVT-Geschäftsführer Alexander Jug. Inzwischen ist die Testphase vorbei. Ob der E-Bus auch in Zukunft in St. Anton zum Einsatz kommt, ist derzeit nicht klar, heißt es seitens des VVT.

Die maximale Distanz, die der St. Antoner Dorfbus mit einer Akkuladung zurücklegen konnte, betrug 120 Kilometer. Ausgeschöpft wurde das allerdings nicht. In der Mittagspause wurde das Fahrzeug zum ersten Mal aufgeladen, zu diesem Zeitpunkt hatte der Akku noch eine Kapazität von 70 Prozent. Bis zum Abend wurde diese Grenze meist nicht unterschritten. Knackpunkt seien aber der Berg und der Winter. (TT)


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