„Obstplantagen haben kein Corona“: Bangen bei den Haiminger Markttagen

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Falls das Markttreiben nicht möglich ist, muss auch heuer – wie schon im Vorjahr – auf Abholtage umgestellt werden.
© Obstlager Haiming

Von Alexander Paschinger

Haiming – Kann es heuer wieder das gewohnte bunte Markttreiben geben oder müssen die Haiminger Markttage – wie schon im Vorjahr – auf Abhol- und Verkaufstage zurückgestutzt werden? „Ich werde dieser Tage dauernd gefragt. Und ich kann beim besten Willen noch keine definitive Antwort geben“, sagt der Obmann der Markttage, Rudi Wammes. „Momentan sieht es jedenfalls so aus, als ob wir Markttage durchführen könnten.“ Und so wird derzeit auch geplant. Allerdings müssen sich die Verantwortlichen beide Szenarien offenhalten. Eine Entscheidung werde es aber „erst um den 20. September geben“, so Wammes.

Die Haiminger Markttage sind Tirols größter Erntemarkt. Zu den lokalen Obstbauern gesellen sich jeweils am zweiten und dritten Oktober-Samstag rund 90 Marktstände mit regionalen Angeboten. „Am Datum, dem 9. und 16. Oktober, halten wir auf jeden Fall fest“, sagt Wammes. Man blicke aber vor allem nach Wien, was die nächsten Schritte und Maßnahmen der Bundesregierung sind. Es komme wohl auf die anfängliche Testphase in den Schulen an. Sollte es einen Anstieg der Corona-Zahlen geben, der auch eine Beschränkung beim Publikum in Haiming „auf 3000 oder 4000 Personen“ notwendig mache, „dann können wir die Markttage vergessen. Dann gibt es Abholtage.“

Denn die Obstplantagen „haben kein Corona“, sagt Wammes. Man sei gut durch das Frühjahr gekommen. Es gebe nur leichte Frostschäden, Ausfälle werden beim empfindlichen Boskop gemeldet. Auch ein wenig Hagel war heuer dabei. „Wir sind bei der Reife insgesamt heuer etwa zehn Tage hintennach“, erklärt der Obstbauer, „aber insgesamt ist genügend Ware verfügbar“, sagt Wammes.


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