Projekt bei UVP-Behörde eingereicht: Skischaukel Sillian-Sexten wird konkret

Das Projekt, das Ost- und Südtirol mit einem Lift verbindet, ist bei der UVP-Behörde eingereicht. Es soll rund 40 Millionen Euro kosten.

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Hoch über Sillian, an der Grenze zu Südtirol, soll künftig die Lifttrasse für die neue Skischaukel-Verbindung verlaufen.
© Peter Leiter

Sillian, Sexten – Ein weiterer Schritt Richtung Liftverbindung Sillian-Sexten ist getan. Die Hochgruben Seilbahn GmbH hat das Projekt zum Bau einer 10er-Gondelbahn bei der Behörde eingereicht. Die Skischaukel ist ein großes Vorhaben, eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist nötig. Die fertige Gondelbahn wird die Skigebiete auf Osttiroler und Südtiroler Seite miteinander verbinden. Gesellschafter der Hochgruben Seilbahnen GmbH sind die Hochpustertaler Bergbahnen der Schultz Gruppe auf österreichischer sowie die 3 Zinnen AG auf Südtiroler Seite. Die neue Skiverbindung soll rund 40 Millionen Euro kosten.

Der Ausgangspunkt der geplanten Gondelbahn liegt direkt gegenüber der bestehenden Talstation des Skigebiets Sillian und führt entlang einer alten Lifttrasse zur neuen Bergstation am Grenzkamm Hochgruben in 2536 Metern Seehöhe, erklärt Heinz Schultz. „Mit nur einer Seilbahn werden zwei bestehende Ski- und Wandergebiete miteinander verbunden.“ Auf Südtiroler Seite erfolgt der Einstieg in Vierschach, wo es seit etlichen Jahren direkt an der Talstation einen Bahnhalt gibt. Tatsächlich reisen dort viele Skigäste mit dem Zug an. Diese umweltfreundliche Variante soll auch auf Osttiroler Seite möglich sein, so Schultz: „Ein ganz zentraler Punkt ist eine gute Anbindung an die Schiene mit einer direkten Pistenzufahrt zum neuen Bahnhof in Sillian“, sagt der Unternehmer aus dem Zillertal.

Standort-Bürgermeister Hermann Mitteregger betont: „Die Betreiber haben ihre Hausaufgaben gemacht und die Bevölkerung in den Planungsprozess eingebunden. Die Gemeinde und die Region stehen hinter diesem Projekt.“

Die Genehmigungen auf Südtiroler Seite liegen bereits seit letztem Herbst vor. In Osttirol ist frühestens Ende 2022 mit einer UVP-Entscheidung zu rechnen. Die Bauzeit beträgt zwei Sommer. (TT, co)

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