Umwege: Straßensperren machen das Leben in Hart hart

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Gestern bei den Sanierungsarbeiten an der Unterführung nach Hart. Spätestens heute werden sie abgeschlossen sein.
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Von Angela Dähling

Fügen, Hart i. Z. – Hart ist nicht nur die einzige Gemeinde ohne Busanbindung im Zillertal, sie ist auch nicht an die Zillertalstraße angebunden. Das soll sich bekanntlich mit dem Bau der Umfahrung Fügen ändern. Bis zur Fertigstellung gelangen die meisten Harter über Fügen auf die B169 – und zwar durch eine einspurige Unterführung. Diese war in den letzten beiden Tagen gesperrt – was Umwege über Bruck und Schlitters auf einspurigen Gemeindestraßen für alle talauswärts fahrenden Harter bedeutete.

Der Grund der Sperre: Die Unterführung der B169 wird durch das Land bzw. Baubezirksamt Innsbruck saniert. Für den Fügener Bürgermeister LA Dominik Mainusch wie für viele Zillertaler nicht nachvollziehbar: „Denn die Unterführung wird beim Bau der Umfahrung abgerissen“, klärt Mainusch auf. Günther Hollaus vom Baubezirksamt rechtfertigt die Sanierung: „Es handelt sich um eine Betonsanierung. Die Bewahrungseisen kommen zum Vorschein, sie sind rostig, werden sandgestrahlt, neu beschichtet und erhalten Korrosionsschutz“, erklärt er und spricht von „absolut notwendigen Maßnahmen im Kostenbereich von maximal 10.000 Euro“. Man habe schon vor zwei Jahren die Sanierung durchführen wollen. „Seit 2018 hieß es immer wieder, die Umfahrung komme. Frühestens 2025 wird sie nun fertig sein“, kommentiert er die Durchführung der Arbeiten.

Zu einseitigen Fahrbahnsperren und Einbahnregelungen in Fügen wird es aufgrund von Belagssanierungsarbeiten auf der Ortsdurchfahrt Fügen ab Montag kommen. Und zwar von der Einfahrt Nord bis zur Harter Unterführung, die für Fräs- und Asphaltierungsarbeiten an zwei Tagen nochmals je einen halben Tag gesperrt wird.


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