Regionale Wertschöpfung: Der Dolomitenmann ist 3,8 Mio. Euro wert

Eine Studie bescheinigt dem Bewerb hohe regionale Wertschöpfung. Am 11. September ist die 34. Auflage.

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Der Lienzer Hauptplatz ist heuer, wie schon 2019, Start- und Zielpunkt des Dolomitenmanns.
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Von Catharina Oblasser

Lienz – Der Lienzer Dolomitenmann ist ein Extremsport-Wettbewerb, bei dem Viererteams (Bergläufer, Paragleiter, Mountainbiker und Kajakfahrer) auf einem schweißtreibenden Parcours gegeneinander antreten. Am Samstag, den 11. September, findet er zum 34. Mal statt.

Doch wie viel bringt eine solche Veranstaltung der Region? Diese Frage wollte die Familie Grissmann, die als Erfinderin und Organisatorin hinter dem Dolomitenmann steht, beantworten. Das ECOnomixs-Institut für angewandte Wirtschafts- und Sozialforschung wurde beauftragt, den Nutzen des Events zu erheben. Bei einem Pressegespräch präsentierten Werner, Sandra und Sohn Niki Grissmann die Ergebnisse.

Fazit der Studie: Durchschnittlich bringt ein Dolomitenmann 3,84 Millionen Euro an Wertschöpfung in Österreich, davon 2,9 Millionen in Osttirol. Das sind Nächtigungen, Verpflegung und Einkäufe in Lienz, die Anreise oder zusätzliche Dienstleistungen, die nachgefragt werden. Das schildert Studienautor Florian Schwillinsky. Auch die Förderung der Stadtgemeinde Lienz – 29.000 Euro in bar und 15.000 Euro in Sachleistungen – wurde untersucht. „Jeder Euro, den die Stadt zahlt, bewirkt eine Wertschöpfung von 67,80 Euro“, so Schwillinskys Ausführung.

„Wir wollen beweisen, dass der Dolomitenmann eine wichtige Rolle spielt“, begründet Niki Grissmann die Studie. Nicht alle im Lienzer Gemeinderat seien nämlich dieser Meinung.

Heuer dürfen Start und Zieleinlauf des Bewerbs wieder am Hauptplatz stattfinden, was 2020 aus Corona-Gründen nicht möglich war. Sorgen macht sich Niki Grissmann allerdings wegen der bevorstehenden Neugestaltung des Platzes. „Wenn das so kommt wie geplant, dann ist nicht nur der Dolomitenmann, sondern auch jede andere Veranstaltung unmöglich. Die Bäume, die gepflanzt werden sollen, würden jedem Rettungsfahrzeug den Weg versperren.“

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik beruhigt: „Alles wird auch weiterhin möglich sein, das haben wir genau durchgespielt. Es wäre ja absurd, wenn wir Veranstaltungen, die im Interesse der Stadt sind, durch die Neugestaltung des Platzes verhindern würden.“


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