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Keine Gaudi mit den Hunden: Tiere müssen auf Hütten draußen bleiben

Wandern mit Haustieren liegt im Trend – samt gemeinsamer Übernachtung auf einer Hütte. Da aber viele Wirte schlechte Erfahrungen gemacht haben, heißt es immer öfter: Ihr müsst leider draußen bleiben.

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Schon seit mehreren Jahren gelten strenge Regeln für die Unterbringung von Hunden auf Hütten.
© iStock

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Auf einer Hütte im Zillertal war es bis vor einem Jahr möglich, dass auch Hunde dort übernachten. „Im Winterraum wohlgemerkt“, sagen die Betreiber, die lieber anonym bleiben möchten. „Seit dieser Saison nehmen wir keine Wanderer mit ihren Vierbeinern mehr auf.“ Zu oft habe es unschöne Episoden gegeben, zu oft seien schlechte Erfahrungen mit den Tieren und besonders ihren Haltern gemacht worden. „Es funktioniert einfach nicht.“

Mit ihren Erfahrungen sind die Wirte aus dem Zillertal nicht allein. Es komme immer wieder vor, dass Pächter von Hütten in Tirol, die früher Hunde zugelassen haben, „dies heute nicht mehr tun“, heißt es vom zuständigen Ressort des Deutschen Alpenvereins (DAV). „Wirte berichteten davon, dass Besitzer ihre Hunde trotz ausdrücklicher Anweisung des Hüttenpersonals nicht an der Leine führen.“ Dabei sei es auch vereinzelt zu Zwischenfällen mit anderen Besuchern, insbesondere Kindern gekommen. „Es wurde die Nachtruhe gestört, weil Hunde die ganze Nacht winselten, da sie nicht mit ihren Besitzern im Bett schlafen durften. Andere Hunde bellten dauerhaft, weshalb die Qualität des Aufenthaltes für andere Gäste nicht mehr gewährleistet werden konnte.“ Laut DAV würden sich manche Herrchen und Frauchen auch einfach über die Hüttenordnung hinwegsetzen und ihre Vierbeiner trotz Verbots zu sich auf die Matratze holen. Wohl auch deshalb „häuften sich die Beschwerden von Allergikern“.


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