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Streit mit Asfinag um Luegbrücke: Platter will die Maut-Millionen

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Das Festhalten der Asfinag an der Luegbrücke anstelle eines Tunnels lässt Landeshauptmann Günther Platter (VP) nicht gelten.
© Böhm

Innsbruck – Zwischen Landeshauptmann Günther Platter (VP) und dem Autobahnbetreiber Asfinag ist rund um den Streit über die Sanierung der Luegbrücke entlang der Brennerautobahn ein harter Schlagabtausch auf offener Bühne ausgebrochen. Einer, in welchem Platter nun gehörig nachlegt.

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„Es kann nicht sein, dass die Bedürfnisse der am meisten vom Verkehr belasteten Bevölkerung Mitteleuropas – die Wipptalerinnen und Wipptaler – vollkommen ignoriert und die Menschen im Stich gelassen werden“, zeigt sich Platter über das Festhalten der Asfinag am Neubau der Brücke schwer verärgert. Wie berichtet, hatte sich Platter am Montag auf die Seite jener geschlagen, die den Bau eines Luegtunnels einfordern. Die Gemeinde Gries am Brenner fordert das, die übrigen Bürgermeister im Wipp- und Stubaital schlossen sich dem an. Die Asfinag konterte postwendend und spricht von der oberirdischen Lösung als „Bestvariante“, die auch durch ein externes Gutachten untermauert sei.

Platter will der zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes stehenden Asfinag nun den finanziellen Schraubstock ansetzen, denn die Bevölkerung habe ein Anrecht auf ein Gesamtkonzept für das Wipptal – inklusive Luegtunnel. Gerade im Bereich des Lärmschutzes würden seit Jahren „echte Lösungen“ gefordert: „Anstatt aber die Mauteinnahmen für die Entlastung der Tiroler Bevölkerung einzusetzen, werden diese von der Asfinag nach Wien verschoben. Das muss ein Ende haben.“ Platter fordert daher die Asfinag auf, „die Mauteinnahmen künftig dort zu investieren, wo sie eingenommen werden und die Belastung am größten ist“. Also in Tirol, entlang der Transitrouten. (mami)


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